Sons of Anarchy – 1. Staffel

Sons of Anarchy – 1. Staffel (2008)

 

Regie: Paris Barclay, Guy Ferland, Gwyneth Horder-Payton, u.v.a.
Drehbuch: Kurt Sutter, Chris Collins, Dave Erickson, u.v.a.
Produktion: Art Linson, John Linson, Kurt Sutter, u.v.a.
Musik: Bob Thiele Jr.
Kamera: Paul Maibaum
Darsteller: Charlie Hunnam, Katey Sagal, Mark Boone Junior, Kim Coates, Tommy Flanagan, Theo Rossi, u.v.a.
Dauer: ca. 45 Minuten pro Folge
Dies ist die 1. Staffel der Sons of Anarchy-Reihe.

Inhaltsangabe:

Jackson ‚Jax‘ Teller (Charlie Hunnam) kehrt nach Charming in Oakland, Kalifornien zu seinem Sons of Anarchy MC zurück. Seine drogensüchtige Noch-Ehefrau Wendy (Drea de Matteo) bringt viel zu früh den gemeinsamen Sohn Abel zur Welt.

Dr. Tara Knowles (Maggie Siff) kümmert sich liebevoll um den kleinen Jungen auf der Intensivstation. Jax‘ Mutter Gemma (Katey Sagal) sieht es gar nicht gern, dass Tara wieder da ist. Verbindet Tara und Jax doch die erste intensive Jugendliebe.

Jax‘ Stiefvater Clay Morrow (Ron Perlman) ist Präsident des Clubs und betreibt neben einer Reparaturwerkstatt auch noch Waffenhandel mit verschiedenen illegalen Organisationen. Jax, der noch sehr an seinem verstorbenen Vater John hängt und sein Manifest zum Club findet und liest, möchte eher in eine andere Richtung steuern und den Club in die Legalität führen. Doch das stößt auf erheblichen Widerstand.

Da gibt es noch die Mayans, die Niners und auch noch das ATF und verschiedene andere Bundesbehörden, die Jax‘ das Leben erheblich erschweren.

Mein Fazit:

Ich habe schon vor langer Zeit Interesse an dieser Serie bekundet. Doch damals lief die Serie im Spätprogramm und ich schaffte es nie, auch nur eine Folge zu sehen. Dank des Streaming ist es nun kein Problem mehr, alle Staffeln völlig entspannt und werbefrei zu verfolgen.

Eines sei vorweg gesagt: Ich lehne Horrorfilme oder ähnliches eigentlich ab, nur ganz selten interessiert mich ein Film in der Richtung. Dafür sind meine Nerven einfach zu schwach und sensibel. Die Serie ist zwar nicht dem Horrorgenre zuzuordnen, die Brutalität, die hier gezeigt wird, ist aber nicht von schlechten Eltern. Zumindest kommt es mir doch sehr glaubhaft rüber und oft genug zucke ich bei der einen oder anderen Szene etwas zusammen, aber ich bekomme deswegen keine Alpträume. Was sagt das über mich aus? Keine Ahnung!

Nun zum eigentlichen Thema: Bei verschiedenen Info-Seiten zu dieser Serie steht, dass das Hamlet-Thema aufgegriffen worden ist, also der junge König (in diesem Falle Jax, der Vizepräsident des Clubs) sich gegen den König, also Präsident Clay auflehnt. Die Konstellation ist deshalb so heikel, weil Clay sein Stiefvater ist. Der Tod von John Teller, eines der Gründer des Club und Jax‘ Vater, schwebt über die ganze Serie und hinterlässt tiefe Spuren im Laufe der Geschichte. Leider habe ich Hamlet nicht gelesen, aber diese Grundgeschichte zieht sich wie ein roter Faden durch die erste Staffel.

Für mich eines der durchdringendsten Figuren der ganzen Serie ist Gemma Teller, gespielt von Katey Sagal. Was für ein krasser Gegensatz zu Peggy Bundy? Wow, kann ich da nur sagen. Mir hat nicht nur ihre Darstellung der überfürsorglichen Gemma gefallen, sondern auch ihr Outfit. Obwohl alles eng und ziemlich offen war, wirkte es keine Sekunde billig. Und diese tolle Sonnenbrille … die hätte ich auch gern! Sie hat mich bis jetzt am tiefsten beeindruckt, aber auch alle anderen Figuren sind durchaus glaubhaft. Allerdings lernt man sie alle erst im Laufe der Zeit näher kennen, denn jede Staffel hinterlässt Spuren bei den Figuren.

Es lässt sich viel zu dieser Serie sagen, aber ich fasse es einfach mal kurz zusammen: Die Mischung aus größtenteils realistischen Szenen der Biker-Szene und die einer Seifenoper anmutenden Szenen zwischendurch macht es aus. Ob nun zwischen den Bikern oder innerhalb der Familie, es werden Gefühle gezeigt und das in allen Facetten.

Trotz der Brutalität und dem verruchten Millieu eine sehr fesselnde Geschichte, die viele menschliche Abgründe aufzeigt. Von mir bekommt sie 90% mit einer unbedingten Empfehlung, allerdings grundsätzlich nur für Erwachsene!

Veröffentlicht am 14.12.18!

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