Lucinda Riley: Die Mondschwester

Lesezeit: 2 Minuten

Lucinda Riley: Die Mondschwester

Originaltitel: The Moon Sister (2018)
übersetzt von Sonja Hauser
Verlag: Goldmann Verlag
Seitenanzahl: 672 Seiten
ISBN-10: 3442314461
ISBN-13: 978-3442314461
Dies ist der 5. Teil der Die Sieben Schwestern-Reihe.

Inhaltsangabe:

Taygeta d’Aplièse, von allen Tiggy genannt, hat einen Abschluss in Zoologie und sich für den Erhalt der Tierwelt entschieden. Für die Umsiedlung ihrer geliebten Wildkatzen hat sie einen Job auf dem schottischen Landsitz Kinnaird angenommen. Und Charlie, der Besitzer des Landgutes, ist ihr auch nicht so ganz egal.

Doch wirklich viel zu tun hat die fünfte Schwester der d’Aplièse-Familie nicht. Der Zigeuner Chilly, die auf dem Landsitz lebt, erzählt ihr eine Geschichte – ihre Geschichte. Denn Tiggy ist ebenso wie die anderen Schwestern adoptiert und ihre wahren Wurzeln liegen im spanischen Andulsien.

Chilly erzählt von Lucia, die Anfang des 20. Jahrhunderts in einer Höhle in Sacromonte geboren wird und deren Gabe der Flamencotanz ist. Aber diese Gabe hat einen hohen Preis, denn sie ist noch immer eine gitano, eine Zigeunerin.

Nach einem traumatischen Erlebnis reist Tiggy überstürzt nach Spanien ab und taucht in die Welt der gitanos und dem Flamenco ein.

Mein Fazit:

Nun habe ich die fünfte der sieben Schwestern kennengelernt. Dieses Mal beginnt die Geschichte jedoch nicht mit der Nachricht von Pa’s Tod, sondern später. Bislang ist Tiggy wohl diejenige, die sich der Natur am meisten verbunden fühlt.

Dementsprechend geht es auch etwas zäh los. Ich hatte am Anfang etwas Mühe, mit Tiggy warm zu werden. Auch wird ihre Geschichte etwas langatmig erzählt, das eine oder andere hätte man durchaus kürzen können. Die aufkeimende Liebesgeschichte findet nur zaghaft ihre Anfänge und konnte mich nicht so ganz überzeugen, dafür war einfach zu wenig Kontakt zum geliebten Menschen vorhanden, auch im gesamten Verlauf der Geschichte.

Die Geschichte um die exzentrische Lucia hingegen hat mich richtig mitgerissen. Es war sehr faszinierend zu lesen, wie Lucia im Alter von zehn Jahren zusammen mit ihrem Vater die Familie verließ und seither zielstrebig und ehrgeizig ihre Karriere verfolgte. Die Entscheidungen waren nicht immer richtig, aber sie ist doch stets vorangekommen. Und selbst politische Unruhen konnten ihr nicht wirklich was anhaben. Ich habe sehr viel gelernt über die Zigeuner, über ihre Traditionen und Lebensart, vor allen Dingen mit den Höhlen in Sacromonte. Wenn man ein bisschen im Internet stöbert, findet man wertvolle Informationen und interessante Bilder zu diesen Höhlen, die es tatsächlich gibt und in denen die Zigeuner lange gelebt haben. Somit hat die Autorin wieder geschickt Fiktion und Wirklichkeit miteinander verknüpft.

Der Roman um Tiggy und Lucia ist eine wunderbare Fortsetzung der Reihe und es tauchen auch andere Geschwister auf und begleiten Tiggy ein wenig. Konsequent wird die Familiengeschichte der d’Aplièses fortgesetzt. Dennoch kann man den Band unabhängig von den anderen Bändern lesen, auch wenn ich eher dazu rate, die Reihenfolge einzuhalten.

Trotz des zähen Anfangs bekommt die Geschichte fünf Sterne, denn neben den hohen Unterhaltungswert habe ich auch wieder sehr viel über andere Kulturen und Länder dazu gelernt. Thank you, Mrs. Riley!

Veröffentlicht am 06.01.19!

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