Die versunkene Stadt Z

Die versunkene Stadt Z Book Cover Die versunkene Stadt Z
2016
Wahre Begebenheit
The Lost City of Z
141 Minuten
USA
James Gray
James Gray
Charlie Hunnam, Robert Pattinson, Sienna Miller, u.v.a.
„Die versunkene Stadt Z: Expedition ohne Wiederkehr – das Geheimnis des Amazonas“ von David Grann

Inhaltsangabe:

Percy Fawcett (Charlie Hunnam) soll im Auftrag der britischen Krone in den südamerikanischen Dschungel reisen, um durch Vermessungen Grenzstreitigkeiten zwischen Brasilien und Bolivien zu schlichten. Nebenbei soll er die Region auch kartografieren.

Während seine Frau Nina (Sienna Miller) zu Hause die Kinder hütet, macht sich der Abenteurer zusammen mit Henry Costin (Robert Pattinson) auf in den Dschungel. Die Reise ist beschwerlich und zeitweilig kommen sie an die Grenze des belastbaren. Krankheiten, aggressive Indios und unbekannte Tiere und Insekten, die ihnen zusetzen. Und dennoch kommen sie an ihr Ziel.

An einem der Ziele findet Percy Spuren einer versunkenen Zivilisation: Alte Tonscherben und in Stein gehauene Fresken. Er ist felsenfest davon überzeugt, dass der Dschungel noch große Geheimnisse bereithält. In Großbritannien jedoch ist niemand davon überzeugt und so muss er sich ein weiteres Mal auf den Weg machen: mit dem Abenteurer James Murray (Angus Macfadyen).

Doch diese Reise fordert von Percy noch mehr ab als beim ersten Mal und es ist mehr als fraglich, ob sie dieses Mal die versunkene Stadt finden werden.

Mein Fazit:

Was für eine Überraschung erlebt man, wenn man sich auf diesen Film einlässt. Die Rezensionen sind ja durchwachsen und daher war ich etwas skeptisch.

Charlie Hunnam hat den Abenteurer Percy Fawcett verkörpert, der vor über 100 Jahren mehrfach nach Südamerika reiste, um das unwegsame Gebiet des Dschungels, damals noch als die „Grüne Wüste“ bezeichnet, zu kartografieren. Dabei sollte er als neutraler Abgesandter bei Grenzstreitigkeiten vermitteln. Bei einer dieser beschwerlichen Reisen hat er Spuren einer versunkenen Zivilisation gefunden, was ihn bis zu seinem Verschwinden nicht mehr losließ.

Die Geschichte wird in ruhigen Bildern erzählt, die dem Zuschauer eine scheinbar grenzenlose Flora und Fauna bietet. Panoramabilder und atemberaubende Szenen mit Indios, die den „weißen Männern“ skeptisch gegenüber standen, wechseln sich ab. Da wirken die Szenen in Großbritannien fast schon trist und gräulich.

Regisseur James Gray hat das Drehbuch aufgrund der Bücher von David Grann verfasst. Eigentlich hat Percy Fawcett mehrere Reisen unternommen, wie ein ausführlicher Wikipedia-Artikel belegt. Um es nicht unnötig in die Länge zu ziehen, hat Gray einiges zusammengefasst, was ich völlig legitim finde. Das eine oder andere wird sicherlich der künstlerischen Freiheit zum Opfer gefallen sein, dennoch stimmt der Film in groben Zügen mit den Tagebuch-Aufzeichnungen überein.

Alle Darsteller, allen voran die Hauptdarsteller Hunnam, Pattinson und Miller konnten mich überzeugen. Die Kulisse und Atmosphäre wurde perfekt inszeniert, so dass ich als Zuschauerin das Gefühl bekam, mit im Geschehen zu sein. Vor allen Dingen Charlie Hunnam mit einem Schnautzbart ist für mich eine besondere Erfahrung gewesen.

Daher ist mir der abendfüllende Film durchaus 90% wert mit einer klaren Empfehlung für Cineasten, die nicht immer Action brauchen.

Veröffentlicht am 27.02.19!

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