Der Feind in meinem Bett

Lesezeit: 3 Minuten

Der Feind in meinem Bett (1991)
Originaltitel: Sleeping with the Enemy

Regie: Joseph Ruben
Drehbuch: Ronald Bass
Produktion: Jeffrey Chernov, Leonard Goldberg, Joel Chernoff
Musik: Jerry Goldsmith
Kamera: John Lindley
Darsteller: Julia Roberts, Patrick Bergin, Kevin Anderson, Elizabeth Lawrence, Kyle Secor, Claudette Nevins, u.v.a.
Dauer: 99 Minuten
Romanvorlage: „Schreie in der Nacht“ von Nancy Price

Inhaltsangabe:

Laura (Julia Roberts) und Martin (Patrick Bergin) Burney haben ein wundervolles Strandhaus an der Ostküste der USA. Offensichtlich sind sie ein attraktives Paar, aber die Fassade verbirgt eine Ehe voller Gewalt, Eifersucht und Kontrolle. Laura kann nicht schwimmen und hat Angst vor dem Wasser, dennoch will Martin mit ihr am späten Abend noch eine Segeltour unternehmen. Sie geraten in einen Sturm und Laura geht über Board. Sie wird nicht mehr gefunden.

Während Martin in tiefe Trauer versinkt, baut sich Laura unter einem anderen Namen ein neues Leben auf, in der kleinen Universitätsstadt Cedar Falls in Iowa. Denn sie hat heimlich schwimmen gelernt und Geld für einen Neu-Anfang gespart. Da ihr Mann als Anwalt gut verdient, konnte sie etwas bei Seite legen. Er hat gedroht, sie nie gehen zu lassen und sollte sie es dennoch wagen, würde er sie und den neuen Mann zusammen umbringen. Laura hatte keine Zweifel an seinen Worten.

Sie lernt Ben Woodward (Kevin Anderson), ihren neuen Nachbar kennen. Er wirbt um sie, doch sie gibt kaum etwas von sich preis. Er ist Professor für Schauspiel und kann ihr helfen, sich zu verkleiden, damit sie ihre pflegebedürftige Mutter besuchen kann. Ihre Vorsicht ist angebracht, denn Martin ist ihr dicht auf den Fersen. Er weiß inzwischen, dass sie nicht wirklich ertrunken ist.

Mein Fazit:

Den Film habe ich schon einige Male gesehen, und doch ist er auch nach all den Jahren immer noch sehenswert.

Patrick Bergin als der brutale Ehemann war eine sehr gute Wahl. Attraktiv und doch bis ins Innerste böse. Der eiskalte Blick und die undurchsichtige Miene hat er perfekt dargestellt. Er will die absolute Kontrolle über seine schöne Frau. Der Moment, als er erfährt, dass seine Frau heimlich schwimmen gelernt hat, ist einfach zu eindeutig, er verliert die Fassung und leitet Schritte ein, um seinem Verdacht nach zu gehen. Im Buch ist der Verlust der Kontrolle jedoch durchaus besser beschrieben. Der Unterschied zum Buch ist sowieso an einigen Stellen gravierend: Während das Paar im Film durchaus wohlhabend ist, lebt es in der Buchvorlage in der Mittelschicht. Martin ist im Buch nur ein Verkäufer. Daher hat Laura auch nur wenig Geld für den Neuanfang und hungert zum Teil, bis sie ihr erstes Gehalt bekommt.

Julia Roberts als Laura ist sehr angenehm und sie spielt ihre Rolle sehr überzeugend. Das Minenspiel, wenn sie zum Schein auf ihren Mann eingeht, spricht Bände. Insgesamt ist die Atmosphäre sehr spannungsgeladen, außer im mittleren Teil, wo Laura sich mit Ben anfreundet. Da plätschert die Geschichte so ein bisschen vor sich hin, aber das ist im Buch auch nicht anders. Dramatisch wird es erst, als Martin ihr auf die Schliche kommt und Mittel und Wege findet, um sie zu finden.

Attraktive Darsteller und eine Atmosphäre der subtilen Angst machen den Film aus, der sich in weiten Teilen an das Buch hält. Nur beim Ende gibt es erhebliche Abweichungen. Für mich ist der Film 85% wert mit einer unbedingten Empfehlung.

Veröffentlicht am 13.03.19!

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