Red Corner – Labyrinth ohne Ausweg

Lesezeit: 2 Minuten

Labyrinth ohne Ausweg (1997)
Originaltitel: Red Corner

Regie: Jon Avnet
Drehbuch: Robert King
Produktion: Wolfgang Petersen, Gail Katz, Jon Avnet
Musik: Thomas Newman
Kamera: Karl Walter Lindenlaub
Darsteller: Richard Gere, Bai Ling, Bradley Whitford, Peter Donat, Byron Mann, Robert Stanton, u.v.a.
Dauer: 122 Minuten

Inhaltsangabe:

Jack Moore (Richard Gere) ist als Anwalt in Asien unterwegs. In China verhandelt er gerade um die Medienrechte, als er einem Mord-Komplott zum Opfer fällt. Er soll die schöne Li Cheng (Tzi Ma) nach einer leidenschaftlichen Nacht ermordet haben und wird deshalb vor Gericht gestellt. Für das chinesische Gericht ist die Sache klar: Er ist schuldig. Das Gericht verweigert jedoch die Tatsache anzuerkennen, das Beweisstücke abhanden gekommen sind, das er brutal zusammen geschlagen wurde. Obdrein wird er von der amerikanischen Botschaft schmählich im Stich gelassen.

Nur die junge chinesische Anwältin Shen Yuelin (Ling Bai) kümmert sich um seinen Fall. Zunächst auch mit Gleichgültigkeit und Desinteresse. Als sie jedoch spürt, wie sehr Jack kämpft, um seine Unschuld beweisen zu können, setzt sie sich immer mehr und mehr für ihn ein.

Doch es ist fast unmöglich, dieses Mord-Komplott aufzudecken, das bis in die höchsten Regierungskreise geht.

Mein Fazit:

Amerikaner in China. Ein brisantes Thema. Und weil es so brisant ist und ich zu wenig darüber weiß, werde ich darauf nicht eingehen. Das hat nichts mit Desinteresse zu tun, im Gegenteil, sondern eher mit Vorsicht und Respekt. Ich lese gerade ein Buch über chinesische Kulturen und auch da kann ich die Informationen nur schweigend zur Kenntnis nehmen, weil es sicher nur einen Bruchteil dessen ankratzt, was man wirklich über China wissen müsste.

Der Film ist ein spannender Thriller, ohne Frage. Er hätte genauso in jedem anderen Land spielen können, wo die Polizei und das Gericht korrupt sind. Richard Gere hat die Rolle des Jack Moore wunderbar ausgefüllt, mit all seinem Entsetzen und seines Kampfeswillen. Die unscheinbare Ling Bai hat ihm gelegentlich jedoch die Show gestohlen. Überzeugend und ehrlich spielt sie die Anwältin, die traumatische Ereignisse geprägt hat und somit eine echte Tiefe in der Person besitzt.

Allerdings ist auch dieser Film voller Klischees und am Ende fast zu heroisch. Dennoch besitzt man ja eben die filmische Freiheit und somit ist es den Filmemachern verziehen. Von mir gibt es 80%.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 09.11.2008!

Veröffentlicht am 15.03.19!

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