Kimberley Freeman: Sterne über dem Meer

Lesezeit: 2 Minuten

Kimberley Freeman: Sterne über dem Meer

Originaltitel: Stars Across the Ocean (2017)
übersetzt von Andrea Brandl
Verlag: Goldmann Verlag
Seitenanzahl: 512 Seiten
ISBN-10: 3442205476
ISBN-13: 978-3442205479

Inhaltsangabe:

Victorias Mutter, eine renommierte Geschichtsprofessorin, ist gestürzt und offenbar schon etwas dement. Sie reist aus Australien an, um sich um sie zu kümmern. Als sie das Büro ihrer Mutter aufräumt, fällt ihr ein unvollständiger Brief von einem „Emile“ in die Hände. Der Brief erzählt eine Geschichte von einem Sommer voller Liebe und einem Kind, das nicht bei seiner Mutter bleiben durfte.

Nordengland 1874: Agnes Resolute ist ein Findelkind, das nun an der Schwelle zur Volljährigkeit steht. Sie hat nur einen Hinweis auf ihre Herkunft: Ein Knopf mit einem Einhorn. Entschlossen, ihre Mutter zu finden, macht sie sich auf den Weg nach London. Sie findet eine Anstellung in dem Haus, wo sie glaubt, dass es zu ihrer Mutter gehört und forscht weiter nach. Aber ihre vermeintliche Mutter scheint nicht gerade ein freundlicher Mensch gewesen zu sein. Immer wieder stößt sie auf Ablehnung, wenn sie auf Genevieve Breakby zu sprechen kommt.

Trotzdem lässt sie sich nicht aufhalten und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise, die ihr nicht nur die wahre Erkenntnis über ihre Herkunft bringt.

Mein Fazit:

Das ist nun mein vierter Roman von der Autorin. Bislang konnten mich ihre Werke immer begeistern. Dieser hier ist etwas enttäuschend für mich.

Kimberley Freeman hat immer ein gutes Gespür dafür gehabt, die einzelnen Geschichten gut miteinander zu verknüpfen. Die einzelnen Erzählstränge waren stets ausgewogen. Bei diesem herrschte war es anders.

Der Vergangenheitsstrang, wovon es eigentlich zwei gibt, nimmt den größten Teil des Buches ein. Es gibt da einen sehr langen Brief von einer traurigen Mutter an ihr abgegebenes Kind, der allerdings nicht vollständig vorliegt, sondern in drei Etappen erzählt wird. Und dann ist da noch die abenteuerliche Geschichte von Agnes Resolute auf der Suche nach ihrer Mutter. Sicher, es war interessant und zuweilen auch sehr spannend und bewegend, was sie alles so erlebte. Aber zum Ende hin fand ich es schon etwas ermüdend. Ich dachte: Nimmt es denn nie ein Ende? Wenn ich dachte, nun ist es endlich soweit, wurde wieder eine neue Richtung eingeschlagen.

Der Gegenwartsstrang hingegen wurde sehr kurz behandelt und ich finde es sehr schade. Denn die Geschichte finde ich auch interessant. Aber weil es so kurz abgehandelt wurde, kam die sich anbahnende Liebesgeschichte nicht so deutlich hervor und der Zusammenhang zwischen Gegenwart und Vergangenheit wurde auch nicht deutlich. Entweder habe ich es überlesen oder es gibt keine richtige Verbindung.

Die Geschichte glänzt zwar durch abenteuerliche Abschnitte und eine atmosphärisch guten Beschreibung der damaligen Zeit, aber bei dem einen war es zu viel und bei dem anderen zu wenig. Die Ausgewogenheit hat für mich nicht gepasst.

Leider kann ich nur drei Sterne für das Buch vergeben und hoffe, dass mir das nächste Buch wieder besser gefällt.

Veröffentlicht am 07.04.19!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld.

*

Ich bin damit einverstanden.