Danielle Steel: Im sicheren Hafen

Lesezeit: 2 Minuten

Danielle Steel: Im sicheren Hafen

Originaltitel: Safe Harbour (2003)
übersetzt von Tanya Stewner
Verlag: Droemer Knaur
Seitenanzahl: 416 Seiten
ISBN-10: 3426634511
ISBN-13: 978-3426634516
Hier ist der Film dazu rezensiert.

Inhaltsangabe:

Eigentlich sollte das Leben für die elfjährige Pip Mackenzie unbeschwert sein. Sie verbringt mit ihrer Mutter den Sommer am Strand von Safe Harbour und eigentlich ist doch alles schön. Wenn die Mutter nur nicht so traurig wäre. Ophélie leidet an Depressionen, da sie den Tod ihres Mannes und ihres Sohnes nicht verkraften kann.

Ihr Mann Ted war Wissenschaftler und hat mit seinen Erfindungen ein Vermögen gemacht, so das Ophélie jetzt nicht mehr arbeiten muss. Chad, der Sohn, war psychisch krank, war manisch-depressiv und beherrschte das Leben seiner Eltern.

Während Pip auf der Suche nach Nähe und Geborgenheit den Strand besucht, lernt sie den Maler Matt Bowles kennen. Er scheint ebenso ein einsamer Mann zu sein und sitzt jeden nachmittag mit seiner Staffel am Strand. Pip und Matt lernen sich kennen und bauen eine tiefe Freundschaft auf. Als Ophélie davon erfährt, ist sie erst verunsichert, wer dieser Mann ist, doch dann gestattet sie ihrer Tochter die Freundschaft. Matt Bowles ist geschieden und Vater zwei Kinder. Er vermißt seine Kinder sehr, doch er hat sie seit fünf Jahre nicht mehr gesehen, da sie mit der Mutter nach Neuseeland gegangen sind.

Auch Ophélie kommt mit Matt sehr gut zurecht und über die Monate hin entsteht eine tiefe Freundschaft. Auch, als sie wieder nach San Franzisco zurückkehrt, da Pip wieder zur Schule muss, bleibt die Freundschaft weiterhin bestehen. Ophélie begibt sich auf den mühsamen Weg zurück ins Leben und nimmt eine Arbeit in einem Obdachlosenheim an. Doch bis sie endlich von der Trauer befreit ist, muss sie noch viele Hürden nehmen und wird Matt ihr immer beistehen können? Wird sie das Bild ihres Mannes in Ehren halten können?

Mein Fazit:

Es ist ein wunderschönes und auch anrührendes Buch. Ich leide selbst an Depressionen und diese Krankheit ist auch eine Art Trauer – die Seele trägt Trauer – und daher konnte ich mich wunderbar in dieses Buch hinfühlen. Zuweilen hatte ich schon feuchte Augen. In jeder freien Minute las ich das Buch – ich habe es verschlungen.

Die Autorin hat damit ein Tabu-Thema angesprochen: Psychische Erkrankungen. Sie hat damit sicher auch den Tod ihres Sohnes Nick ein Stück mit verarbeitet. In jedem Falle hat sie sich damit auseinander gesetzt und es dem Leser anschaulich verdeutlicht. Ich will nicht verhehlen, es gibt noch ein paar bessere Bücher von ihr, aber man kann dieses Buch auch schon als klasse deklarieren. Es ist empfehlenswert – durch und durch!

Anmerkung: Die Rezension stammt aus August 2005.

Veröffentlicht am 02.05.19!

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