Der Klient

Der Klient Book Cover Der Klient
1994
Krimi/ Thriller
The Client
119 Minuten
USA
Joel Schumacher
Akiva Goldsman
Susan Sarandon, Tommy Lee Jones, Brad Renfro, u.v.a.
18.01.2009
„Der Klient“ von John Grisham

Inhaltsangabe:

Mark Sway (Brad Renfro) und sein kleiner Bruder Ricky (David Speck) halten sich gerade verbotenerweise im Wald auf, als sich der Anwalt Jerome Clifford dort das Leben nehmen will. Mark will ihn eigentlich vom Selbstmord abhalten, aber der Anwalt ist so sehr in Bedrängnis, das er dem Jungen auch noch erzählt, weshalb er sich töten will. Clifford erzählt dem Jungen, wo die Leiche von Senator Boyd Boyett begraben liegt und erschießt sich kurz darauf.

Ricky verkraftet dieses Treffen gar nicht und kommt ins Krankenhaus. Die Polizei und die hiesige Staatsanwaltschaft untersuchen den Fall und sie wittern sofort, das der Junge mehr weiß, als nur, das Clifford sich umgebracht hat. Mark allerdings spürt auch, das sein Wissen wertvoll ist und schweigt sich erstmal aus. Um seine Rechte als Kind und Bürger der USA wahrnehmen zu können, engagiert er die Anwältin Reggie Love (Susan Sarandon). Reggie ist eigentlich eine gescheiterte Existenz, die sich jetzt neu aufbaut und in Mark einen großen Fall wittert.

Als die Mafia auf den Plan gerufen wird, weiß Mark, das er auf ganz großes gestoßen ist und seine Familie und auch sich selbst schützen muss. Aber die Staatsanwaltschaft, allen voran Roy Foltrigg (Tommy Lee Jones), wollen den Jungen zur Aussage zwingen.

Mein Fazit:

Ich hatte den Film schon vor Jahren einmal gesehen und fand ihn spannend. Gestern abend war es genauso spannend. Da ist ein kleiner Junge, der an der Armuts-Grenze lebt. Seine Mutter (gespielt von einer glaubhaften Marie-Louise Parker) kämpft tagtäglich um die Existenz und sie leben in einem Wohnwagen-Park. Selbst eine Krankenversicherung können sie sich nicht leisten.

Mark Sway, gespielt von dem damals 12jährigen Brad Renfro, ist clever und lässt sich nicht gern die Butter vom Brot nehmen. Aber er hat große Angst, allen voran um seine Familie. Er spielt sich gern als „der Mann im Haus“ auf und in einer ruhigen Minute erzählt er auch, warum das so ist. Der Film ist nicht nur thematisch auf den Jungen gestützt, sondern auch schauspielerisch. Er beherrscht das Bild, kann Stars wie Tommy Lee Jones und Susan Sarandon an die Seite drängen und glänzt durch seine Glaubhaftigkeit und Natürlichkeit.

Die Geschichte ist auch insofern glaubhaft, das die Mafia zur damaligen Zeit noch eine große Rolle in der Verbrechensbekämpfung spielte und den Bundesbehörden jedes Mittel recht war, um sie dingfest zu machen. Und das zeigt sich ja heute bei der Terror-Bekämpfung bzw. Verfolgung noch aus.

Ich finde diesen Film großartig. Die Spannung baut sich langsam und logisch auf. Es gibt ein paar witzige Momente und natürlich auch sensible. Alles, was ein Film braucht, hat er und deshalb bekommt er von mir auch 95%.

Veröffentlicht am 05.05.19!

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