Die Dornenvögel

Lesezeit: 3 Minuten

Die Dornenvögel (1983)
Originaltitel: The Thorn Birds

Regie: Daryl Duke
Drehbuch: Carmen Culver, Colleen McCullough
Produktion: Stan Margulies, David L. Wolper, Lee Stanley
Musik: Henry Mancini
Kamera: Bill Butler
Darsteller: Richard Chamberlain, Rachel Ward, Jean Simmons, Christopher Plummer, Bryan Brown, Brett Cullen, u.v.a.
Dauer: 460 Minuten
Romanvorlage: „Die Dornenvögel“ von Colleen McCullough

Inhaltsangabe:

Australien 1920: Die reiche Farmerin Mary Carson (Barbara Stanwyck) hat Gefallen an den neuen Priester der Gemeinde bekommen: Pater Ralph de Bricassart (Richard Chamberlain) ist in die Einöde des Kontinents versetzt worden. Mary Carson ist umso entzückter, stellt sie den jungen und besonnenen Gottesmann immer wieder auf die Probe.

Als Mary ihren Bruder Paddy Cleary (Richard Kiley) und seine Familie nach Australien holt, damit er für sie arbeitet, ist Ralphs Schicksal besiegelt: Die einzige Tochter Maggie (jung: Sydney Penny) berührt sein Herz bis ins Innerstes, er nimmt sich ihr an und lässt ihr eine gewisse Bildung und Erziehung zukommen.

Einige Jahre später: Aus Maggie (Rachel Ward) ist inzwischen eine wunderschöne junge Frau geworden. Mary Carson hatte schon die ganze Zeit den Verdacht, dass Ralph ihr besonders zugetan ist. Somit hat sie mit ihrem letzten Testament vermacht, dass die katholische Kirche das ganze Vermögen erbt und die Cleary-Familie die Farm verwaltet.

Ralph entscheidet sich für die Karriere, während Maggie ihn all die Jahre nicht vergessen kann. Sie heiratet fast überstürzt einen Schafscherer (Bryan Brown), doch auch diese Ehe ist nicht glücklich.

Wird ihre Liebe je eine Chance haben?

Mein Fazit:

Was für ein Schmachtschinken! Inzwischen ist die Mini-Serie schon über 30 Jahre alt. Was für ein Welterfolg damals mit einem so durchaus kritischen Thema. Ich finde, es ist auch in der heutigen Zeit aktueller denn je. Wie viele katholische Priester haben heimlich eine Familie? Ich denke, es werden so einige sein. Das Zölibat verlangt von den Männern einiges ab, wie ich finde, Unmenschliches.

Richard Chamberlain und Rachel Ward sind mit dieser Verfilmung weltberühmt geworden. Ein Paar, das sich damals durchaus sehen lassen konnte. Die haben wunderbar gespielt und ich finde, auch nach all der Zeit stimmt die Chemie noch. Einzig die Filmküsse sind einfach grausig, aber damals konnte man es offensichtlich nicht anders spielen.

Die Konflikte in der Cleary-Familie spiegeln die Probleme vieler Menschen der damaligen und heutigen Zeit wider. Uneheliche Kinder, emotionale Vernachlässigung, harte Arbeit und unerbittliche Regeln. Strenger Gehorsam gegenüber den Eltern war an der Tagesordnung, das Farmleben forderte von allen einiges ab. Wie schön war da für die kleine Maggie die Oase, in der Ralph sie immer wieder mitnahm. Vom ersten Moment an liebte er das Mädchen. Welche Folgen es hatte, erfuhr er, als sie als junge Frau um seine Liebe bettelte; so lieblich, reizvoll und wunderschön.

Schicksalsschläge in der Familie forderten von Maggie alles ab, vor allen Dingen ihr Glauben an Gott. Das Ralph seine Karriere höher stellte als seine Liebe, hat sie tief verletzt und manchmal verbittern werden lassen. Egal, was sie auch tat, sie konnte ihn nicht vergessen.

Über einen Zeitraum von über 50 Jahren erstreckt sich die Saga, Menschen sterben und werden geboren, Naturkatastrophen suchen die Farm heim und über allem steht Ralph de Bricassart, der nur durch das geerbte Vermögen eine Karriere im Vatikan durchlief.

Ich habe die Serie schon oft gesehen und doch hat es mich nach all den Jahren immer noch fasziniert. Vieles vergisst man mit der Zeit und Erinnerungen kamen wieder hoch. Die wunderbare Kulisse und die tollen Kostüme, entsprechend der Zeit, runden das ganze ab und ich habe mich einfach für gute acht Stunden wohl gefühlt. Und die wunderbare Musik von Henry Mancini ist mir auch wieder in den Sinn gekommen. Es ist ein echter Ohrwurm, den man wunderbar summen kann.

80% vergebe ich gerne und eine Empfehlung für diejenigen, die Familiensagas lieben.

Veröffentlicht am 15.05.19!

2 Gedanken zu „Die Dornenvögel“

  1. Liebe Elke,
    „Die Dornenvögel“ gehören seit fast 30 Jahren zu meinen Lieblingsfilmen! Auch wenn ich sonst kaum Liebesromane lese oder sehr selten auch solche Filme schaue, „Die Dornenvögel“ sind unschlagbar. Egal wie oft und wann ich den Film schauen, fließen Tränen über so viel Ungerechtigkeit! Ich habe den Film auch auf DVD zu Hause, um immer schauen zu können, wann ich will. 🙂 Das Buch habe ich zu Hause aber habe es noch nie gelesen. Ich traume mich einfach nicht ran.
    GlG, monerl

    1. Liebe Monerl,
      vielen Dank für Dein Besuch und Kommentar!
      Es freut mich, dass Dir der Film so gut gefällt. Das Paar Rachel Ward/ Richard Chamberlain ist aber auch wirklich sehr ansehlich und attraktiv 🙂 Und sie haben -bis auf die Filmküsse- auch sehr überzeugend gespielt!

      Liebe Grüße, Elke!

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