Tricks

Lesezeit: 2 Minuten

Tricks (2003)
Originaltitel: Matchstick Men

Regie: Ridley Scott
Drehbuch: Nicholas Griffin, Ted Griffin
Produktion: Steve Starkey, Ridley Scott, Sean Bailey
Musik: Hans Zimmer
Kamera: John Mathieson
Darsteller: Nicolas Cage, Bruce McGill, Sam Rockwell, Bruce Altman, Jenny O’Hara, Alison Lohman, u.v.a.
Dauer: 116 Minuten
Romanvorlage: „Ein brillianter Bluff“ von Andy Garcia

Inhaltsangabe:

Roy Waller (Nicholas Cage) und Frank Mercer (Sam Rockwell) sind das perfekte Duo. Sie sind erfolgreiche Trick-Betrüger, bringen ihre Opfer dazu, das Geld ihnen freiwillig zu geben. Während Roy spart und Geld für später zur Seite legt, lebt Frank auf großem Fuß und braucht immer mehr.

Roy allerdings ist nicht ganz gesund: Er leidet unter Zwangsneurosen, kann nicht lange an der frischen Luft bleiben und hasst geöffnete Fenster und Türen und dreckigen Teppichboden. Seine Leibspeise ist Thunfisch und er bezahlt nur bei einer Kassierin im Supermarkt.

Als Roy eines Tages wieder einen Nervenzusammenbruch hat, bringt Frank ihn zu Dr. Klein (Bruce Altman). Dieser animiert ihn, doch Kontakt zu seiner Ex-Frau aufzunehmen, denn sie war vor 15 Jahren bei der Trennung schwanger. Tatsächlich kann Roy auch seine Tochter Angela (Alison Lohman) kennenlernen.

Die 14jährige stellt sein Leben auf den Kopf und bringt ihn noch dazu, ihr Tricks beizubringen. Als er sich ernsthaft ums Sorgerecht bemühen möchte und an Angelas Leben teilhaben möchte, hebt er mit Frank einen letzten Coup. Doch dieser misslingt – und zwar gründlich. Aber das ist nicht alles, was ihm gründlich misslingt.

Mein Fazit:

Der Film schlummerte schon eine Weile auf meinem Recorder und heute beim Bügeln habe ich ihn endlich angemacht. Und was soll ich sagen? Ich habe mich köstlich amüsiert. Es ist schwierig, diesen Film in eine Kategorie einzuordnen. Denn er ist sowohl dramatisch wie auch humorvoll.

Nicholas Cage ist die personifizierte Neurose, das man muss man wirklich sagen. Er hat überzeugend den Mann dargestellt, der in seinem Leben die totale Ordnung hat. Das Haus, der Garten, das Auto, alles ist perfekt und sauber. Seine Besucher dürfen den Teppich nicht mit Schuhen betreten und Fenster und Türen zu öffnen ist absolut tabu. Sobald er eine Situation nicht mehr her wird, beginnt sein Auge an zu zucken oder bekommt unkontrollierbare Ausbrüche. Herrlich komisch, auch wenn eigentlich ein trauriger Hintergrund vorhanden ist.

Alison Lohman hat die 14jährige Tochter gespielt und auch sie ist einfach köstlich anzusehen, wie sie ihren Vater um den kleinen Finger wickelt. Sie wirkt tatsächlich wie ein Teenager und benimmt sich entsprechend. Zickig und durchgeknallt! Tolles Paar, dieses Vater-Tochter-Duo.

Die Geschichte selbst birgt einige Überraschungen und Wendungen. Daher kann ich darauf nicht soviel eingehen, denn dann würde ich alles verraten. Nur soviel: Es ist wirklich ein Coup. Ich konnte es nicht vorhersehen und bin ebenso drauf reingefallen. Die Musik von Hansi Zimmer und die Kostüme bzw. Kulisse sind perfekt aufeinander abgestimmt, so das man mit diesem Film einen tollen Film-Abend erlebt. Von mir bekommt er 95%.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 20.05.2009.

Veröffentlicht am 16.06.19!

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