Rush – Alles für den Sieg

Rush – Alles für den Sieg Book Cover Rush – Alles für den Sieg
2013
Wahre Begebenheit
Rush
123 Minuten
UK, Deutschland, USA
Ron Howard
Peter Morgan
Daniel Brühl, Chris Hemsworth, Olivia Wilde, u.v.a.

Inhaltsangabe:

70er Jahre: James Hunt (Chris Hemsworth) und Niki Lauda (Daniel Brühl) sind Rennfahrer aus Leidenschaft. Während Niki Lauda eher Disziplin und eine gewisse Ernsthaftigkeit an den Tag legt, genießt James Hunt sein Leben in vollen Zügen, als wäre jeder Tag sein letzter auf Erden.

Aber auch auf der Rennstrecke können sie kaum gegensätzlicher sein. Und so ist es nicht verwunderlich, dass zwischen ihnen eine starke Rivalität besteht, die mehr oder weniger auch in ihr Privatleben greift.

Erst Niki Laudas Unfall 1976 auf dem Nürburgring änderte diese Rivalität.

Mein Fazit:

Ja ja, ich und Motorsport! Selbst zu Michael Schumachers besten Zeiten hat mich die Formel 1 und was so darum ist, nicht besonders interessiert. Ich will den Sport nicht schmälern, aber ich konnte mich einfach nicht dafür begeistern. Umso erstaunlicher ist es, dass ich mir diesen Film angesehen habe. Das liegt aber tatsächlich an Niki Laudas Persönlichkeit. Auch wenn ich kein Motorsportfan bin, so ist mir sein Name durchaus ein Begriff. Und das eine oder andere Interview habe ich natürlich gesehen, wenn auch nicht intensiv.

Ohne Zweifel hat Niki Lauda aus dem, was er mitbrachte, alles gemacht, was er machen konnte. Ohne familiären Rückhalt (und er stammte aus reichem Hause) hat er sich seiner Leidenschaft verschrieben, kaufte sich in einen Rennstall ein und machte sich mit seiner besserwisserischen Art nicht immer beliebt. Er nahm diesen Sport sehr ernst und wusste auch um die Risiken, dass jedes Rennen sein letztes sein könnte. Der Unfall auf dem Nürburgring hat ihn verändert, aber mehr, weil er mit den Folgen der Verletzungen sein ganzes Leben zurechtkommen musste. Er war diszipliniert, arbeitete sich in die Materie ein und stand für seine Überzeugungen ein. Daniel Brühl als Niki Lauda hat mich sehr überzeugt. Sein schauspielerisches Talent ist wirklich beeindruckend.

James Hunt, ebenfalls wunderbar gespielt von Chris Hemsworth, ist das genaue Gegenteil. Attraktiv und hungrig auf das Leben, er nahm, was sich ihm gerade bot und kostete es aus. Das hatte gelegentlich Auswirkungen auf seine Arbeit als Rennfahrer, aber er hatte immer das Ziel, der Beste zu sein und fand in Niki Lauda einen würdigen Gegner.

Der Film bietet sehr viel Tempo und gibt Einblicke in das private Leben der Rennfahrer, wie sie Frauen kennenlernten, heirateten, sich auf die Rennen vorbereiteten und ihre gegenseitige Rivalität pflegten. Die Filmaufnahmen von den Rennen sind ziemlich stark und zogen mich in ihren Bann, aber deswegen werde ich nun doch nicht plötzlich zum Motorsportfan.

Leider gibt es laut Wikipedia einige Differenzen zwischen Film und Realität, was ich wegen meiner Unwissenheit nicht überprüfen kann. Ich denke aber, dass die Rivalität zwischen den Fahrern und auch die Szenen zum und nach dem Unfall durchaus authentisch sind. Und nebenbei waren die Szenen auch noch verstören. Oh Himmel, was hat Niki Lauda da nicht alles auf sich genommen, um so schnell wie möglich wieder auf die Strecke zu kommen.

Auch wenn einiges wohl nicht ganz korrekt dargestellt wurde, so bin ich ziemlich beeindruckt. Ich wurde sehr gut unterhalten und es wurde sogar richtig spannend. Die Darsteller haben sehr überzeugend gewirkt. Insgesamt bewerte ich den Film mit 90% und kann ihn uneingeschränkt empfehlen.

Veröffentlicht am 19.06.19!

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