Christine

Christine Book Cover Christine
1983
Horror
110 Minuten
USA
John Carpenter
Bill Phillips
Keith Gordon, John Stockwell, Alexandra Paul, u.v.a.
01.06.2009
„Christine“ von Stephen King

Inhaltsangabe:

Detroit 1958: Schon bei der Produktion macht der rote 58er Plymouth Fury Zicken: Schlägt einem Band-Mitarbeiter fast die Hand ab und ein anderer erstickt in diesem Wagen, nur weil Zigarren-Asche auf dem Beifahrer-Sitz fiel.

Kalifornien 1978: Der coole Dennis Guilder (John Stockwell) und der Looser Arnie Cunningham (Keith Gordon) sind die dicksten Freunde in der Highschool. Zwar wird Arnie von den anderen Mitschülern gedemütigt und gemoppt, aber dennoch verbindet die beiden eine tiefe Freundschaft. Gerade sind sie gemeinsam unterwegs, als Arnie den völlig verwahrlosten 58er Plymouth Fury entdeckt. Er kann ihn für 250 Dollar erstehen und sucht sich ein Platz in Darnells Garage, um ihn in eigener Regie wieder zusammen zu bauen.

Arnie verbindet sofort eine tiefe Liebe zum roten Auto und entwickelt sich zu einem arroganten Schnösel, der plötzlich keine Zeit mehr für seinen besten Freund hat. Als Arnie auch noch das begehrteste Mädchen der Schule -Leigh Cabot (Alexandra Paul)- für sich gewinnen kann und Christine zu neuem Glanz erstrahlt, ist die gesamte Schule perplex – einschließlich Dennis. Doch das Auto ruft Neider auf den Plan: Einst die Schüler, die Arnie gehänselt und gedemütigt haben, zerschlagen das Auto eines Nachts zu einem Schrotthaufen.

Arnie, blind in seiner Liebe zu Christine, beginnt einen fürchterlichen Rachefeldzug und kennt dabei keine Grenzen.

Mein Fazit:

Ein wahrer Klassiker! Ich habe das Buch vor 20 Jahren gelesen und fand es toll. Eines der wenigen Bücher von King, die ich gern noch mal lesen würde. Der Film dazu hält sich in weitesten Teilen an die Buchvorlage, genaue Details aus dem Buch zum Film kann ich in Moment leider nicht mehr rekonstruieren.

Aber selbst ohne die Buchvorlage ist der Film einfach toll. Schon die Eingangsszene mit der Produktionsstraße ist grandios, zeigt es doch, welch durchtriebene Seele das Auto hat. Arnie, von Keith Jordan toll gespielt, entwickelt sich vom hässlichen Entlein mit dicker Brille, fettigen Haaren und verstocktem Auftreten zu einem selbstbewussten, ja fast schon arroganten Schnösel, der sich gegen die strengen Eltern auflehnt und in Liebe zu Christine und zu Leigh aufblüht. Aber diese Liebe ist gefährlich und auch diesen Zustand kann der damals junge Schauspieler wunderbar darstellen.

Sein Freund Dennis ist eine wichtige Nebenfigur. Nebenfigur deshalb, weil er die wirkliche Veränderung an seinem Freund nicht mitbekommt. Er liegt wegen einem Sportunfall im Krankenhaus. Jedoch genügen die wenige Besuche von Arnie, um zu bemerken, das etwas mit dem Auto nicht stimmt. Er hat vergeblich versucht, seinen Freund vom Kauf abzubringen.

Der Film fängt die damalige Zeit gut sein, die Hierachie in der Schule, die spießige Familie und die Gegensätze zwischen den Freunden Dennis und Arnie. Die musikalische Untermalung ist stets an die Szene angepaßt, so das man mitgerissen wird vom Rock’n’Roll. Als Horror-Film kann ich den Film nicht unbedingt einstufen, es ist bestenfalls ein spannender Thriller mit einigen kleinen Schock-Elementen.

Für ein unvergessliches Film-Vergnügen bekommt der Film 85% von mir.

Veröffentlicht am 20.06.19!

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