Der Manchurian Kandidat (2004)

Der Manchurian Kandidat Book Cover Der Manchurian Kandidat
2004
Krimi/ Thriller
The Manchurian Candidate
129 Minuten
USA
Jonathan Demme
George Axelrod
Denzel Washington, Liev Schreiber, Meryl Streep, u.v.a.
22.06.2009
„Der Manchurian Kandidat“ von Richard Condon

Inhaltsangabe:

Ben Marco (Denzel Washington) war vor zehn Jahren im Irak-Krieg als Soldat stationiert. Er und einige Kameraden, u.a. Raymond Shaw (Liev Schreiber) wurden bei einer Operation gefangen genommen und dann später gerettet.

Zehn Jahre später: Ben Marco hat noch immer Alpträume von seinen Erlebnissen im Irak-Krieg. Nacht für Nacht träumt er von kuriosen Vorgängen, die er sich nicht erklären kann. Er sieht immer wieder Raymond Shaw, wie er einen Kameraden ermordet und verhüllte Frauen blutende Gehirne tragen. Das Militär lehnt jede Verantwortung dafür ab und verordnen ihm Medikamente.

Als er im Fernseher sieht, das Raymond Shaw für die Vize-Präsidentschaft kandidiert, macht Ben sich auf den Weg. Was Ben nicht weiß: Die Mutter von Shaw, Eleanor Shaw (Meryl Streep), ist der Motor der politischen Karriere ihres Sohnes und geht dabei auch sinnbildlich über Leichen.

Ben versucht an Raymond heran zu kommen und ihm seine Lage zu erklären. Aber es gibt Mißverständnisse, schließlich auch tote Kameraden. Bens Glaubwürdigkeit leidet immer mehr und die Polizei stempelt ihn als „krank“ ein. Doch dann kann er an ein Implantat kommen und lässt es untersuchen. Mit der Zeit und mit Hilfe der FBI-Agentin Rosie (Kimberly Elise) kann er ein unglaubliches Geheimnis aufdecken.

Mein Fazit:

Wieder ein spannender Thriller mit Superstar Denzel Washington. Allerdings hat er dieses Mal Konkurrenz von einer mindestens ebenso starken Meryl Streep. Ich mag beide Schauspieler und ich habe beiden die Figuren abgekauft. Ben, der unter diesen mystiösen wie verstörenden Alpträumen leidet, will endlich wieder ein normales Leben als Soldat führen. Aber er ist sozial isoliert und unsicher über seinen Gemütszustand. Eleanor Shaw dagegen ist eine starke Frau, die keine Kosten und Mühen scheut, um ihren Sohn in die Politik zu bringen. Sehr schnell bekommt man als Zuschauer mit, das eher die Mutter die Politikerin ist und ihr Sohn nur ihre Spielfigur.

Sie sind eigentlich die wichtigsten Spiel-Figuren in dem Grusel-Kabinett, denn das ist es schon fast. Mich erschüttert auch ein wenig die Thematik, denn irgendwie ist auch nicht so wirklich weit hergeholt. Versuche an Gehirnen, an deren Erinnerungs-Vermögen und Implantate, die einen Zustand der Hypnose hervorrufen können, ist schon beklemmend. Das irgendwelche Experimente auch noch ohne das Wissen der Probanden durchgeführt wurde, ist da noch viel erschreckender.

Der Film baut die Spannung langsam auf und der Zuschauer kann jeden Schritt nachvollziehen. Da ist nichts im Fach-Chinesisch, auch als Laie erkennt man die Vorgänge in der Politik und bei den Figuren. Zum Ende wurde es richtig spannend und ich musste einfach wissen, wie es ausgeht.

Mich hat dieser Film sehr bewegt und die starke schauspielerische Leistung der Darsteller überzeugten mich ebenso, daher ist der Film mir 95% wert.

Veröffentlicht am 05.07.19!

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