The Good Fight – 2. Staffel

The Good Fight – 2. Staffel (2018)

 

Regie: Brooke Kennedy, Jim McKay, Robert King, u.v.a.
Drehbuch: Tegan Shohet, Marcus Dalzine, Joey Hartstone, u.v.a.
Produktion: Robyn-Alain Feldman, Liz Glotzer, Brooke Kennedy, u.v.a.
Musik: David Buckley
Kamera: Fred Murphy, Tim Guinness
Darsteller: Christine Baranski, Cush Jumbo, Delroy Lindo, Rose Leslie, Sarah Steele, Nyambi Nyambi, u.v.a.
Dauer: 13 Folgen ca. 50 Minuten
Dies ist die 2. Staffel der The Good Fight-Reihe

Inhaltsangabe:

In Chicago geht unter den Juristen die Angst um: Es wird öffentlich zum Mord an Anwälten aufgefordert. Auch die Kanzlei „Boseman, Reddick & Lockhart“ wird davon nicht verschont. Donald Trump wirft ebenfalls seinen Schatten über die Stadt und er ist allgewärtig. Er führt zu kontroversen Diskussionen und skurrilen Situationen, innerhalb und außerhalb der Kanzlei.

Gleich zu Beginn erhält die Kanzlei Zuwachs: Adrian Bosemans (Delroy Lindo) Ex-Frau Liz (Audra McDonald) wechselt nach dem Tod ihres Vaters in die Büros und spinnt erst einmal ein paar Intrigen gegen Diane Lockhard (Christine Baranski). Allerdings ist sie ein alter Hase in diesem Milieu und kontert auf ihre eigene Art und Weise.

Maia Rindell (Rose Leslie) leidet noch immer unter dem von ihrem Vater verursachten Skandal und Lucca Quinn (Cush Jumbo) muss feststellen, das ihr Techtelmechtel mit Staatsanwalt Colin Morello (Justin Bartha) nicht so ganz folgenlos geblieben ist. Es brechen spannende Zeiten für alle an.

Mein Fazit:

Ach, wie schön, die zweite Staffel dieser Serie gab es im Prime Angebot und ich habe es gleich weidlich ausgenützt. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit habe ich in die Serie geschaut, denn es brachte wunderbare Ablenkung im hektischen Alltag.

Aber die Hektik gab es auch in der Kanzlei. Viele Dinge spielten eine Rolle, aber man kann es mit „Donald Trump und die Spaltung des Landes“ grob skizzieren. Er ist in fast jeder Folge das herrschende Thema, entweder direkt (geplantes Amtsenthebungsverfahren der Demokraten bei den Midterms) oder indirekt durch die Gesetze und Dekrete, die der Mann im Weißen Haus erlassen hat. Dabei mutet es schon ein bisschen skurril an und es erfordert juristische Raffinesse, wo auch noch die verschiedenen Gerichte involviert werden.

Privat haben die Anwälte auch einiges aufzuarbeiten. Diane Lockhart ist durch die Trennung von Kurt McVeigh (Gary Cole) und dem finanziellen Desaster in der ersten Staffel ein bisschen von der Rolle und gibt sich einem neuen Liebhaber hin. Maia spürt ebenfalls den Hauch von Verrat in ihrer Beziehung und spürt in Folge des Skandals um ihren Vater einen enormen Druck auf sich. Sie muss unliebsame Entscheidungen treffen, die nicht alle begrüßen.

Lucca Quinn hat eine tragende Rolle, denn sie sticht durch ihre besondere Situation heraus: sie ist schwanger von Colin und dies erfordert sehr viel Fingerspitzengefühl. Colin möchte nämlich in die Politik wechseln und am liebsten wäre ihm eine Ehefrau an seiner Seite. Trotz der Schwangerschaft lehnt Lucca dies jedoch ab, ist aber bereit, ihn so weit wie möglich zu unterstützen.

Die Folgen waren wieder spannungsgeladen und manchmal musste man schon über die juristischen Winkelzüge schmunzeln. Die Darsteller haben auch hier ihre Rollen perfekt ausgefüllt. Das Verhältnis zwischen Berufs- und Privatleben war etwas ausgewogener, so dass ich mehr mit den Figuren identifizieren konnte. Sie wirkten nicht mehr ganz so abgehoben und unnahbar. Und auch der Anteil an politischem Diskurs war für mich völlig okay und durchaus realistisch. Gelegentlich fetzten die Dialoge nur so hin und her, da musste ich schon manchmal etwas aufpassen, um nichts zu verpassen.

Diese Staffel bewerte ich mit 90% und ich freue mich schon auf die nächste, die ja bereits in Arbeit bzw. zum Teil schon ausgestrahlt wird.

Veröffentlicht am 10.07.19!

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