Moll Flanders – Hure wider Willen (1996)

Lesezeit: 2 Minuten

Moll Flanders – Hure wider Willen (1996)
Originaltitel: Moll Flanders

Regie: Pen Densham
Drehbuch: Pen Densham
Produktion: Kevan Barker, Terri Clark, Pen Densham
Musik: Mark Mancina
Kamera: David Tattersall
Darsteller: Robin Wright, Morgan Freeman, Stockard Channing, John Lynch, Brenda Fricker, Geraldine James, u.v.a.
Dauer: 113 Minuten
Romanvorlage: „Moll Flanders“ von Daniel Dafoe

Inhaltsangabe:

Der schwarze Diener Hibble (Morgan Freeman) ist schon seit über 9 Jahren auf der Suche nach einem Mädchen namens Flora (Aisling Corcoran). Und als er sie findet, liest er ihr aus einem Tagebuch vor, das ihrer Mutter gehörte. Währenddessen reisen Sie in Richtung Amerika:

Moll Flanders (Robin Wright Penn) wird im London des 18. Jahrhunderts unter ärmlichsten Bedingungen geboren. Ihre Eltern lernt sie nie kennen und wächst daher im Waisenhaus auf. Um sich als Erwachsene durchzubringen, arbeitet sie bei Mrs. Allworthy (Stockard Channing) als Hure sinkt somit noch tiefer. Um die Demütigungen zu ertragen, flüchtet sie sich in Alkohol. Einzig Hibble ist ihr in der schweren Zeit ein Freund, doch auch dieser leidet unter der Kaltherzigkeit von Mrs. Allworthy.

Als sie einen Künstler und Wissenschaftler (Name im Film nicht genannt, gespielt von John Lynch) kennen lernt, ist er ihre Fahrkarte aus dem Bordell. Denn er verliebt sich in sie und macht sie zu einer ehrbaren Frau. Obwohl er aus reichem Hause stammt und sich diesem aus Liebe zu ihr entsagt, erleben sie eine schöne Zeit. Doch kurz vor der Entbindung ihrer gemeinsamen Tochter Flora stirbt ihr Mann an den Pocken und Moll muss wieder um ihre Existenz fürchten.

Da tauchen wieder die Schatten der Vergangenheit auf und es gibt offenbar kein Entrinnen.

Mein Fazit:

Eine weitere faszinierende Geschichte aus der Feder von Daniel Dafoe. Das Buch habe ich nie gelesen, werde es aber womöglich nachholen.

Die etwas naive, aber grundehrliche Moll Flanders, toll gespielt von Robin Wright Penn, hat es nicht leicht in ihrem Leben. Trotz aller Demütigungen glaubt sie aber noch an die Liebe und die heilende Kraft der Zuneigung und Ehrlichkeit. Ihr Mann stammt vom reichen Land-Adel, aber er hatte sich schon lange von seiner Familie losgesagt, um unter ärmlichen Verhältnissen als Künstler und Wissenschaftler zu arbeiten.

Das London der damaligen Zeit wurde mit aller Grausamkeit und Niederträchtigkeit wunderbar eingefangen. Es wurde nichts beschönigt oder malerisch dargestellt. Das hat meines Erachtens nach eine sehr hohe Glaubwürdigkeit und gibt der Geschichte eine erschreckende Realität. Einzig der schwarze Diener paßte nicht so wirklich ins London der damaligen Zeit.

Die Darsteller, die Kulisse, Musik und letztendlich auch die dramatische Geschichte machen den Film zu einem denkwürdigen, aber auch spannenden Film-Vergnügen. Der Anfang ist ein bißchen langgezogen, das gebe ich zu. Aber dafür macht das kleine widerspenstige Mädchen Flora vieles wieder wett.

Insgesamt gesehen bekommt der Film 90% von mir.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 12.08.2009.

Veröffentlicht am 11.08.19!

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