Die Wutprobe

Die Wutprobe (2003)
Originaltitel: Anger Management

Regie: Peter Segal
Drehbuch: Tim Herlihy, David Dorfman
Produktion: Jack Giarraputo, Todd Garner, Allen Covert
Musik: Teddy Castellucci
Kamera: Donald McAlpine
Darsteller: Heather Graham, Luis Guzmán, Jack Nicholson, Adam Sandler, Marisa Tomei, John Turturro, u.v.a.
Dauer: 106 Minuten

Inhaltsangabe:

Dave Buznik (Adam Sandler) hat seit seiner Kindheit einen Knacks weg: Er kann keine Wut äußern, zieht sich eher zurück und kann seine Freundin Linda (Marisa Tomei) nicht in der Öffentlichkeit küssen.

Und so geschieht das Unfassbare: Er wird wegen eines Zwischenfalls in einem Linienflug zu einer 20-stündigen Anti-Agressions-Therapie verurteilt und kein geringerer als Buddy Rydell (Jack Nicholson) ist sein Therapeut. Ohne wirklich zu wissen, wie ihm geschieht, wird er bei einem weiteren Mal zu einem 30-Tägigen-Intensivprogramm mit Rydell verurteilt und dieser zieht auch noch bei ihm ein.

Die Tragik nimmt seinen verhängnisvollen Lauf, als Rydell Daves bezaubernde Freundin kennen lernt und sie ihm auch noch ausspannt. Nun ist er gefordert, denn so leicht will er es Rydell natürlich nicht machen.

Mein Fazit:

Jack Nicholson und Adam Sandler in einem Film zu sehen ist schon etwas Besonderes. Beide bedienen sie so unterschiedliche Gebiete im Film-Biz, das es schon ein Kunststück ist, einen Film zu finden, wo beide sich voll austoben können. Aber Jack Nicholson wäre eben nicht dieser, wenn er sich nicht in die Rolle des exzentrischen und selbstbewußten Therapeuten einfühlen könnte. Und er hat seine Rolle großartig gespielt!

Adam Sandler stellt den jungen Dave dar, der für übergewichtige Katzen Mode entwirft und schon seit Jahren auf eine Beförderung spekuliert. Doch er traut sich nicht, seine Ansprüche bei seinem Chef anzumelden und toleriert es großzügig, das seine Freundin mit ihren gutaussehenden Freund Andrew (Allen Covert) viel Zeit verbringt. Außerdem schafft er es zur großen Enttäuschung seiner Freundin nicht, sie in der Öffentlichkeit zu küssen, da er durch ein Kindheitserlebnis traumatisiert ist.

Während die Figur Rydell während des Films stets gleich bleibt, muss Dave sich entwickeln, was meines Erachtens nach Adam Sandler nur mäßig gelingt. Erst am Schluss wird die Entwicklung deutlich. Auch die Gags werden, insofern sie Pointe besitzen, von Jack Nicholson beherrscht und auch da kommt dann nach einer Stunde ein leises Gähnen auf. Als Zuschauer wartet man auch auf eine ernste Seite, doch fast vergeblich.

Doch die Geschichte besitzt Charme, hat eine originelle Idee (wenn auch nicht 100%ig umgesetzt) und glänzt durch den starken Jack Nicholson und einer zauberhaften Marisa Tomei. Insgesamt ist mir der Film 85% wert und man kann ihn sich durchaus wieder ansehen.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 09.11.2009.

Veröffentlicht 03.09.19!

image_pdf

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.