Geraldine Kaye: Am Ende eines langen Tages

Geraldine Kaye: Am Ende eines langen Tages

Originaltitel: Late in the day
übersetzt von unbekannt
Verlag: Bastei Lübbe
Seitenanzahl: 348 Seiten
ISBN-10: 340414371X
ISBN-13: 978-3404143719

Inhaltsangabe:

Anna, Francesca und Patsy leben in Bristol, sind in der Mitte der Vierziger und wurden von ihren Männern wegen einer jüngeren Frau verlassen. Und die Geschichte um ihre Wege aus der Abhängigkeit ihrer Männer sind sehr unterschiedlich und beginnen mit dem Tod von Mrs. Snape, die Direktorin von „Avon Towers“ war, eine Mädchenschule, die alle drei Frauen einst besucht hatten.

Anna war über 20 Jahre die Ehefrau eines angesehenen Arztes, hat zwei Kinder und schon drei Enkelkinder. Der Wehmutstropfen ist ihre verbitterte Mutter, die sie versucht, in ein Heim unterzubringen, da sie kaum noch in der Lage ist, sich selbst zu versorgen. Ihr schon immer angespanntes Verhältnis zur Mutter wird schlimmer, als es Anna schließlich gelingt, sie im Bexley House unterzubringen. Sie trauert ihrem Mann Rupert nicht mehr nach, aber sie ist unsicher in ihren Entscheidungen. Erst nach und nach, als sie einen Job in Brandon Logde, einem Erwachsenen-College, bekommt, findet sie zu ihrem eigenen Weg. Sie lernt allmählich, für sich selbst einzustehen und bekommt am Ende sogar ein lukratives Angebot.

Francesca genießt ihre Freiheit nach der Scheidung. Ihre zwei Söhne hat sie mit ihrer Liebe einst erdrückt, so das einer sich in der Weltgeschichte herumtreibt und nie eine Adresse hinterläßt. Ihr anderer Sohn Hugo scheint sie auch nur aufzusuchen, wenn er Geld braucht, da er schon seit Jahren von der Stütze lebt und seine Frau und seine Kinder immer am Hungertuch nagen. Ihr Leben ist die Arbeit im Brandon Lodge und ihre wechselnden Affären. Sie kann sich nicht mehr festlegen und zieht aus jeder Affäre einen persönlichen Nutzen. Doch auch sie muß lernen, ihre Lehren darauszuziehen.

Patsy war einst eine erfolgreiche Schriftstellerin. Als ihr Mann Marc sie verlassen hat, fiel sie in ein tiefes Loch. Lange trauert sie ihm nach und hofft immer wieder, das er zu ihr zurückkehrt. Ihr Ein und Alles ist Old Place, das herunter gekommen war und mit ihren finanziellen Mitteln und Marcs Arbeit zu einem wunderschönen und wertvollen Haus wurde. Doch nun soll sie allein in diesem großen Haus leben und sie sieht keinen Sinn mehr darin. Erst durch einen windigen Handel mit ihrem Mann wird sie wach und nimmt ihr Leben selbst wieder in die Hand.

Mein Fazit:

Meine Begeisterung für dieses Buch hält sich in Grenzen. Die Autorin hat es nicht sehr geschickt angestellt, die Leben dieser drei Frauen miteinander zu verbinden. Es war teilweise verwirrend und ich mußte einige Male auf den Klappentext schauen, wer denn nun gemeint war. Ein großer Pluspunkt dieses Buches ist die dargestellte Realität, die nicht nur in England heutzutage herrscht, sondern auch in Deutschland. Aber ansonsten halte ich das Buch für recht langweilig und undurchsichtig!

Anmerkung: Die Rezension stammt aus März 2005.

Veröffentlicht am 20.09.19!

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