Land der schwarzen Sonne

Land der schwarzen Sonne (1990)
Originaltitel: Mountains of the Moon

Regie: Bob Rafelson
Drehbuch: William Harrison
Produktion: Chris Curling, Mario Kassar, Daniel Melnick
Musik: Michael Small
Kamera: Roger Deakins
Darsteller: Patrick Bergin, Iain Glen, Richard E. Grant, Fiona Shaw, John Savident, James Villiers, u.v.a.
Dauer: 136 Minuten
Romanvorlage: „Mountains of the Moon“ von William Harrison

Inhaltsangabe:

Afrika, in der Mitte des 19.ten Jahrhunderts:

Richard Francis Burton (Patrick Bergin) ist ein erfahrener Afrika-Forscher, der sich bereits mit den Sitten und Gebräuchen vertraut gemacht hat. Ebenso beherrscht er mehrere einheimische Sprachen. Daher spricht ihn John Hanning Speke (Iain Glen), ein Mitglied der englischen Armee an. John möchte die Quelle des Nils finden und Richard Burton als seinen Expeditionsleiter beauftragen.

Tatsächlich geht es beim ersten Mal schief und beide kehren schwer verwundet nach England zurück. Dennoch wagen sie es erneut, brechen in Somalia mit einer ungeheuren Mannschaft auf und wollen die Quellen des Nils finden. Dabei stoßen sie menschlich, körperlich und mit ihrer Ausrüstung an ihre Grenzen.

Mein Fazit:

Der Film erzählt die Geschichte zweier Männer, die von unterschiedlicher Herkunft sind und ebenso unterschiedliches Engagement zeigen, um ihr gemeinsames Ziel zu erreichen. Dabei zeigt Afrika sich von seiner wilden, romantischen wie auch gnadenlosen Seite. Für Europäer war diese Kultur voller Rätsel und Mißverständnisse, für die Afrikaner war es jedoch genauso mit den Europäern. Und das zeigt sich auch immer wieder in der Geschichte.

Ebenso wird gezeigt, wie schwer eine solche Expedition ist, wie grausam die Tierwelt zuschlägt (bei Speke ging ein Käfer ins Ohr) oder Krankheiten den Körper zermürben. Das war schon beachtlich und da wurde offensichtlich auch nicht viel ausgelassen. Inwieweit die Geschichte sich an der Wahrheit hält, vermag ich nicht sagen. Dennoch wurde vieles gezeigt bzw. erklärt, was sich bei hiesigen Quellen wie Wikipedia nachlesen lässt.

Die Geschichte ist spannend erzählt und toll von den Schauspielern dargestellt. Das allein gäbe ja schon 85%. Aber dem Team sind einige Fehler unterlaufen. Die Maske hat teilweise sehr schlecht gearbeitet. In einem geschlossenen Raum glänzte die Haut zu stark, das Licht spiegelte sich schon fast in der Stirn von Iain Glen.

Ein weiterer gravierender Fehler war die Synchronisation. Mitten im Film sprang es mehrmals von der deutschen Synchronisation zur englischen Originalfassung mit deutschen Untertitel (und wieder zurück), und das bei völlig harmlosen Szenen. Diese Szenen spielten sich in England ab, nicht etwa in Afrika oder so. Mir vollkommen unverständlich und auch nicht ersichtlich!

Daher bekommt der Film nur 60% von mir.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 17.12.2009.

Veröffentlicht am 10.10.19!

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