Private Practice – 4. Staffel

Private Practice – 4. Staffel (2010)

 

Regie: Mark Tinker, Ann Kindberg, Karen Gaviola, u.v.a.
Drehbuch: Jennifer Cecil, Barbie Kligman, u.v.a.
Produktion: Betsy Beers, Mark Gordon, Shonda Rhimes, u.v.a.
Musik: Timothy Bright, Chad Fischer
Kamera: Lex duPont
Darsteller: Kate Walsh, Audra McDonald, Taye Diggs, Tim Daly, Paul Adelstein, Amy Brenneman, u.v.a.
Dauer: 22 Folgen x ca. 42 Minuten
Dies ist die 4 Staffel der Private Practice-Reihe.

Inhaltsangabe:

Die Praxis hat Zuwachs bekommen: Amelia Shepherd (Caterina Scorsone), die kleine Schwester von Derek Shepherd aus Seattle, will nun als Neuro-Chirurgin arbeiten. Aber sie erscheint den anderen Ärzten noch als sehr unreif und vorlaut. Daher bringt sie einen enormen Schwung in die leicht verkrusteten Strukturen der Praxis. Doch Amelia hat eine dunkle Vergangenheit, die durch eine Unachtsamkeit die ganze Praxis in Bedrängnis bringt.

Violet (Amy Brenneman ) und Pete (Tim Daly) heiraten und ziehen in Violets Haus. Das Glück scheint mit dem kleinen Lucas perfekt, aber dann kommen Petes Bruder und die inhaftierte Mutter ins Spiel. Die ersten Streitigkeiten, Meinungsverschiedenheiten und grundsätzliche Diskussionen beherrschen den noch jungen Ehe-Alltag.

Cooper (Paul Adelstein) und Charlotte (KaDee Strickland) stehen vor einer großen Herausforderung, als Charlotte eines Tages brutal überfallen und vergewaltigt wird. Addison (Kate Walsh) hat entgegen strikter Anweisung einen Abstrich entnommen und so kann man den Vergewaltiger später noch identifizieren. Aber es vergeht noch viel Zeit, ehe dieser seiner gerechten Strafe zugeführt wird.

Addison und Sam (Taye Diggs) sind nun endlich zusammen, aber es gibt gleich schon wieder Unstimmigkeiten. Denn Addisons biologische Uhr tickt immer lauter und sie möchte unbedingt noch ein Kind. Sam lehnt es allerdings ab, denn er ist gerade von seiner Tochter Maya zum Großvater gemacht worden.

Der Oceanside Wellness Group stehen turbulente Zeiten bevor.

Mein Fazit:

Puh … das Praxisteam kommt einfach nicht wirklich zur Ruhe. Ständig herrscht Unruhe, entweder wegen privater Probleme oder weil es wieder einen spektakulären Fall gibt. Mich wundert es immer wieder, dass es mit der Schweigepflicht nicht ganz so genau genommen wird. Aber das wird tatsächlich auch im Laufe der Staffel zum Thema, denn Violet Turner hat über das traumatische Ereignis mit Katie ein Buch geschrieben. Darin sind allerdings alle Ärzte der Praxis und noch einige andere involviert. Das führt zu Diskussionen und Turbulenzen!

Ein sehr trauriger Moment war, als Charlotte vergewaltigt wurde. Was dann danach passierte, ist ein Musterstück an Freundschaft und Hilfsbereitschaft. Alle Kollegen aus der Praxis waren da, haben Charlotte Beistand geleistet (was bei Violet damals aber auch schon war), obwohl sie es nicht wirklich würdigen konnte. Mich hat dabei erstaunt, dass alle dennoch ihrer Arbeit gehen konnten, obwohl sie viele Abende und Nächte für Patienten im Allgemeinen da waren. Sieht ein Alltag als Arzt tatsächlich so aus? Mit extrem wenig Schlaf und immer bereit, im Dienste der Menschheit zur Verfügung zu stehen?

Sam und Addison sind zusammen und doch gibt es immer wieder Reibereien. Es nervte mich zuweilen. Aber na gut, von Addisons Standpunkt aus konnte ich es verstehen. Sie wirkte noch nicht in sich aufgeräumt. Viele Faktoren spielen da sicher eine Rolle.

Immer mehr stellt die Serie die zwischenmenschlichen Beziehungen in den Vordergrund, zeigen Entwicklungen auf, die man am Anfang der Serie nicht voraussehen konnte. Die Patienten treten dabei immer mehr in den Hintergrund.

Ich konnte einfach nicht aufhören, mit den Figuren zu leiden und zu leben. Ich war eingefangen von den vielen kleineren und größeren Dramen, die die Praxis jeden Tag erlebte. Auch hier vergebe ich gerne 90%.

Veröffentlicht am 17.10.19!

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