Private Practice – 6. Staffel

Private Practice – 6. Staffel (2012)

 

Regie: Mark Tinker, Tom Verica, Ann Kindberg, u.v.a.
Drehbuch: Gabe Fonseca, Zahir McGhee, u.v.a.
Produktion: Betsy Beers, Mark Gordon, Shonda Rhimes, u.v.a.
Musik: Timothy Bright, Chad Fischer
Kamera: Lex duPont
Darsteller: Kate Walsh, Taye Diggs, Caterina Scorsone, Paul Adelstein, Amy Brenneman, Benjamin Bratt, u.v.a.
Dauer: 13 Folgen x ca. 42 Minuten
Dies ist die 6. Staffel der Private Practice-Reihe.

Inhaltsangabe:

Addison (Kate Walsh) hat Jake Reilly (Benjamin Bratt) einen Heiratsantrag gemacht, den hat dieser jedoch abgelehnt. Er ist einer von der altmodischen Sorte, außerdem ist er noch nicht bereit, eine neue Ehe einzugehen. Derweil kümmert sich Addison um ihr Pflegekind Henry, den sie später dann auch adoptieren möchte.

Pete Wilder (Tim Daly) ist plötzlich am Herzinfarkt gestorben. Violet Turner (Amy Brenneman) verkraftet es nur schwer. Auch Amelia (Caterina Scorsone) muss den Verlust ihres Babys verarbeiten und zuerst schottet sie sich gegen die zaghaften Flirtversuche des neuen Arztes Dr. James Peterson (Matt Long) ab. Dr. Peterson ist für die freie Stelle von Pete Wilder eingestellt worden.

Charlotte King (KaDee Strickland) erwartet plötzlich Drillinge. Die Schwangerschaft war nicht geplant, Cooper Friedman (Paul Adelstein) ist jedoch hellauf begeistert. Aber die ersten Sorgenfalten kommen auf, als eines der Babys sich viel zu früh auf den Weg machen will.

Bei Dr. Sheldon Wallace (Brian Benben) wird Prostatakrebs festgestellt. Er begibt sich in Therapie und beginnt sein Leben zu überdenken. Eine Mitpatientin gibt ihm dabei Halt und er verliebt sich in sie.

Die Praxis droht aus verschiedenen Gründen aus den Fugen zu geraten und mittendrin ist Violet, die versucht, die Geschichte der Praxis in Buchform festzuhalten. Und jeder hat seine eigene tragische Geschichte zu erzählen.

Mein Fazit:

Die 13 Folgen der Staffeln drehen sich häufig um den einen und denselben Zeitraum, im Grunde die neun Monate der Schwangerschaft von Charlotte. In der Zwischenzeit passieren sowohl medizinische wie auch private Tragödien.

Ein Mittelpunkt ist die tragische Geschichte einer Kindesentführung, die im Krankenhaus unter Charlottes Leitung geschah. Diese Geschichte wird von verschiedenen Seiten beleuchtet und beschäftigt die Ärzte und Angehörigen noch einige Folgen. Dr. Sheldon Wallace fühlt sich auf besondere Weise dafür verantwortlich, denn ein Patient könnte der Entführer sein.

Die Staffel gibt besonders viele private Einblicke der Hauptfiguren. Addison geht noch immer zur Therapie, manchmal nimmt sie sogar den kleinen Henry mit. Jake muss sich von seiner verstorbenen Frau lösen, um endlich einen neuen Weg einschlagen zu können. Allerdings ist es nicht gerade hilfreich, dass seine junge Tochter sich einen wesentlich älteren Mann ausgesucht hat.

Violet ist nun alleinerziehende Mutter und versucht alles unter einen Hut zu bekommen. Die Trauer macht ihr sehr zu schaffen und sie geht zu einer Gruppentherapie. Dabei lernt sie interessante Menschen kennen.

Aber immer wieder geht es um Charlotte und die drei kleinen Babys. Die Schwangerschaft ist ungeplant, aber Charlotte kämpft um sie. Sie muss lange liegen und kann am gesellschaftlichen Leben nicht teilnehmen. Aus Frust tyrannisiert sie das Personal und auch Cooper, der sich jedoch sehr viel Mühe gibt, allem gerecht zu werden.

Sehr berührend war die Figur der Amelia Shepherd. Am Ende der fünften Staffel hat sie ein nicht lebensfähiges Kind zur Welt gebracht. Diese Erfahrung hat sie zutiefst erschüttert. Als sie den neuen Arzt kennen lernte, sagte sie zu ihm, sie sähe zwar jung aus, fühle sich aber wie hundert. Und das habe ich ihr auch ohne weiteres abgenommen. So eine Erfahrung ist bedrückend und einschneidend.

Die 13 Folgen sind wie im Nu vorbei gegangen und man merkte durchaus, es war eine Abschiedstour. Denn alle Probleme begannen sich langsam aber sicher aufzulösen. Sicher, ob es realistisch ist oder nicht, es ging zu Herzen, berührte mich in der Seele. Die Realität ist manchmal grausamer, aber ich will in einer Serie nicht immer Realität haben, zumindest in Herzensdingen möchte ich auch mal an das Gute im Menschen glauben.

Der Abschluss der Serie bekommt 95% von mir für die vielen fesselnden Stunden und eine klare Weiterempfehlung.

Veröffentlicht am 24.10.19!

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