Der letzte König von Schottland – In den Fängen der Macht

Der letzte König von Schottland – In den Fängen der Macht (2006)
Originaltitel: The last King of Scotland

Regie: Kevin Macdonald
Drehbuch: Peter Morgan, Jeremy Brock
Produktion: Lisa Bryer, Andrea Calderwood, Charles Steel
Musik: Alex Heffes
Kamera: Anthony Dod Mantle
Darsteller: Forest Whitaker, James McAvoy, Kerry Washington, Gillian Anderson, Simon McBurney, David Oyelowo, u.v.a.
Dauer: 123 Minuten
Romanvorlage: „Der letzte König von Schottland“ von Giles Fodan

Inhaltsangabe:

Nicholas Garrigan (James McAvoy) ist der letzte König von Schottland. So wird er zumindest von Idi Amin (Forest Whitaker), dem neuen Präsidenten von Uganda, 1971 genannt. Nicholas ist Arzt und arbeitet im Buschkrankenhaus.

Garrigan ist von der Person Idi Amin zunächst fasziniert. Amin schenkt ihm ein Auto und gibt ihm einen wichtigen Job, unter anderem als Leibarzt und engster Berater. Was der junge Arzt jedoch erst viel später sieht: Idi Amin ist ein Dikator. Es verschwinden Menschen und ganze Landstriche werden dem Erdboden gleich gemacht. Obwohl die britische Regierung Nicholas Garrigan als störend in dem Machtgefüge empfinden, sind sie an ihm interessiert, da er dem Präsidenten am Nächsten ist.

Doch schon bald ändert sich die Haltung Garrigans. Er verliebt sich in eine der Frauen vom Diktator, immer wieder erhält er Warnungen und auch der Präsident selbst wird ihm immer suspekter. Ehe er merkt, wie Amin wirklich ist, ist es schon fast zu spät.

Mein Fazit:

Dies ist eine Mischung aus fiktiver und realer Geschichte. Die Figur Idi Amin, genannt auch der Schläger von Afrika, gab es wirklich. Den jungen Arzt Nicholas Carrigan, einem jungen Schotten, der eher seinem Vater trotzen möchte, allerdings nicht.

Die beiden Figuren, toll gespielt von James McAvoy und Forest Whitaker, können unterschiedlicher nicht sein. Vom äußerlichen mal abgesehen unterscheiden sie sich grundsätzlich durch ihre Haltung. Carrigan ist an Freiheit, Leidenschaft und an sein Mitgefühl gebunden, während Idi Amin an Terror, Mißtrauen, Gewalt und absolutes Gehorsam gewöhnt ist. Und diese Unterschiedlichkeit, trotz der gelegentlich kindlichen Art des Präsidenten, macht sie zu einem außergewöhnlichen Gespann.

Wer würde sich von einem Machthaber nicht beeindrucken lassen? Wer wäre nicht glücklich, so jung schon eine so vertrauensvolle Position zu bekommen? Aber das Wesentliche sieht er nicht. Was allerdings auch wirklich nicht so schwer ist, denn der Film gibt die Figur Idi Amin nicht wirklich wider, wie er tatsächlich war. Im Vordergrund steht eher die Beziehung dieser zwei Personen, wie anfängliche Freundschaft zu tiefer Verbundenheit und dann zum gegenseitigen Mißtrauen und Hass wird. Forest Whitaker hat meines Erachtens nach zu Recht den Oscar erhalten, James McAvoy war ihm jedoch ebenbürtig.

Für den spannenden Film-Abend und einer glänzenden Darstellung bekommt der Film 90% von mir.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 08.03.2010!

Veröffentlicht am 01.12.19!

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