Caché

Caché Book Cover Caché
2005
Krimi/ Thriller
117 Minuten
Frankreich, Österreich, Italien, Deutschland
Michael Haneke
Michael Haneke
Daniel Auteuil, Juliette Binoche, Maurice Bénichou, u.v.a.
23.03.2010

Inhaltsangabe:

Georges Laurent (Daniel Auteuil), Fernsehmoderator eines Literaturmagazins und seine Frau Anne Laurent (Juliette Binoche), Verlagsmitarbeiterin, leben ein völlig normales Leben zusammen mit ihrem Sohn Pierre (Daniel Duval). Eines Tages bekommen sie anonym eine Videokassette. Das merkwürdige: Dort ist nichts drauf, was in irgendeiner Weise beunruhigen kann. Lediglich das Haus ist darauf zu sehen, in dem sie leben.

Als sich anonyme Anrufe einstellen, wo niemand spricht, beginnt die Fassade zu bröckeln. Als die Familie dann auch noch scheinbar Kinderzeichnungen mit einem Gesicht und blutenden Hals bekommt, wackelt das gefestigte Familienleben. Anne wird langsam mißtrauisch und Georges kann es sich noch immer nicht erklären.

Die Sache nimmt allerdings bedrohliche Ausmaße an, als auf den Videobändern ein Weg zu einer Wohnung gezeigt wird. Georges geht dem nach und trifft auf einen alten Bekannten aus einer Kindheit: Majid. Als dieser sich auch noch Georges Augen die Kehle aufschneidet und stirbt, gerät alles aus den Fugen.

Mein Fazit:

Dieser Film besticht durch seine intensiven Bildern. Da ich mich nicht erinnern kann, das der Film musikalisch untermauert wurde, werden die Bilder zu 100% vom Zuschauer aufgenommen. Angesichts des trägen Anfangs, wo nur das Haus zu sehen ist an einem helllichten Tag, fragt man sich erst, wo das hinführt.

Doch allmählich führt der Regisseur mit der Kamera den Zuschauer zu einer Familie, die zwar zusammen hält, aber doch einige unüberwindbare Hürden und Geheimnisse hat. Vieles ist düster dargestellt und durch die fehlende Musik erweckt sich der Eindruck nach der Reality-Doku. Doch die Geschichte beginnt sich langsam zu steigern, die Spannung ist spürbar und der Zuschauer möchte schließlich wissen, was es mit Majid aufsich hat.

Die Szene mit Majids Selbstmord empfand ich als sehr verstörend, denn durch die Kamera kam das Gefühl auf, hautnah dabei zu sein. Auch die Konflikte zwischen den Eheleuten gaben mir das Gefühl, bei diesem Drama anwesend zu sein. Das habe ich selten bei einem Film erlebt.

Insgesamt ist es ein ganz anderer Thriller, der durch die Geschichte und die starken Darsteller brilliert. Es wird nicht jedermanns Geschmack sein und ich werde ihn auch nicht noch einmal sehen. Alles in allem ist er mir 80% wert.

Veröffentlicht am 05.12.19!

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