Die Bestimmung – Allegiant

Die Bestimmung - Allegiant Book Cover Die Bestimmung - Allegiant
2016
Science Fiction
Divergent - Teil 3
Allegiant
120 Minuten
USA
Robert Schwentke
Noah Oppenheim, Adam Cooper
Shailene Woodley, Theo James, Jeff Daniels, u.v.a.
„Letzte Entscheidung“ von Veronica Roth

Inhaltsangabe:

Tris (Shailene Woodley) und Four (Theo James) können das Chaos nach dem Sturz des Fraktionssystems nicht ertragen. Sie wollen hinter die Mauer schauen und riskieren dabei ihr Leben. Die neue Anführerin Evelyn (Naomi Watts) lässt ihre Muskeln spielen und geht damit auf Konfrontation mit den anderen ehemaligen Fraktionen.

Die kleine Gruppe um Tris und Four kann über die Mauer entfliehen, aber sie finden radioaktiv-verseuchtes Ödland vor. Erst einige Zeit später entdecken sie eine Barriere und plötzlich erscheinen Grenz-Beamte. Sie werden zum „Amt für genetisches Sozialwesen“ gebracht, das von David (Jeff Daniels) geleitet wird. Dort werden sie dekontaminiert und erfahren außerdem, dass Chicago teil eines Experiments ist, nachdem die Menschheit durch Gen-Manipulation mittels eines Weltkrieges fast ausgerottet wurde.

Tris ist fasziniert davon und lässt sich von David einlullen. Four hingegen bekommt Hinweise, dass mit dem Amt irgendetwas nicht stimmt. Er versucht sie davon zu überzeugen, dass es nicht richtig ist, was sie tut. Doch da kommt ihnen auch schon wieder ein bekannter Verräter in die Quere und das Unternehmen scheint aussichtslos.

Mein Fazit:

Nachdem ich die Adaption des zweiten Teils der Buch-Trilogie schon sehr enttäuschend fand, brauchte ich ziemlich lange, um mich an den dritten Teil zu wagen. Vielleicht ist es auch ganz gut so, dass ich mich nach fünf Jahren nicht mehr so gut an die Buchvorlage erinnern kann.

Es ist alles futuristisch angelegt. Steril, grade Strukturen und einheitliche Kleidung. Im „Amt für genetisches Sozialwesen“ ist alles anders als in Chicago, dass im Chaos zu versinken droht, wie man immer wieder über die tausenden von Bildschirmen sehen kann. Alle sind erst tief beeindruckt von der sterilen Sauberkeit, der Ruhe und den festen Strukturen. Aber die fehlende menschliche Atmosphäre macht Four misstrauisch. Als er schließlich bei einem Einsatz mitgehen muss, bemerkt er den Preis, den die Menschen für das neue Leben bezahlen müssen

Ich finde es schade, dass man sich nicht an die Buchvorlage hält, denn die Geschichte ist dort so viel authentischer und spannender. Die künstliche Welt im Film, die im Amt vorherrscht, wirkt nahezu erdrückend und beklemmend. Ebenso das Ödland, das rund um die Anlage herrscht. Gefährlich blubbernde Tümpel und kahle Gegenden, absolut lebensfeindlich und wohl auch auf lange Sicht tödlich wirkt die ganze Szenerie. Da wirken auch die Darsteller merkwürdig fehl am Platz, sind sie doch eher im lebendigen Chicago natürlicher und einfach authentischer.

Das Set und die Ausstattung sind durchaus beeindruckend, aber sicherlich mit viel Tricks in Szene gesetzt. Wenn man den Film losgelöst von der Buchvorlage betrachtet, ist er nicht schlecht und die dargestellten Kontraste haben ihre Wirkung. Die eine oder andere technische Errungenschaft könnte ich mir durchaus auch später in unserer Welt vorstellen.

Nun, die Buchvorlage wird jedoch nur unzureichend und enttäuschend wieder gegeben. Daher kann ich dem Film keine bessere Bewertung als 65% geben. Ich finde es wirklich sehr schade.

Veröffentlicht am 02.04.20!

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