Briefe an Julia

Briefe an Julia Book Cover Briefe an Julia
2010
Lovestory
Letters to Juliet
105 Minuten
Gary Winick
Jose Rivera, Tim Sullivan
Amanda Seyfried, Gael García Bernal, Vanessa Redgrave, u.v.a.
USA
„Letters to Juliet“ von Lise Friedman und Ceil Friedman

Inhaltsangabe:

Sophie (Amanda Seyfried) und Victor (Gael García Bernal) leben in New York und stehen kurz vor der Hochzeit. Während Victor alles für die Eröffnung seines italienischen Restaurants vorbereitet, träumt Sophie davon, eine angesehene Journalistin zu werden. Allerdings sieht man in ihr eher eine gute Rechercheurin.

Sie reisen nach Italien, sozusagen um ihre Flitterwochen vorzuziehen, ehe Victor sein Restaurant eröffnet. Doch er hat kaum Augen für die romantische Stadt Verona, sondern nur für kulinarische Köstlichkeiten in der näheren und weiteren Umgebung. Sophie lässt sich davon nicht unterkriegen und erkundet die Stadt allein.

In einer kleinen Seitengasse sieht sie Frauen, die emsig und manchmal auch mit Tränen in den Augen Briefe schreiben. Sie befestigen diese an eine Mauer, darüber ist der Balkon, auf dem der Legende nach Julia aus Shakespeares „Romeo und Julia“ stand. Fasziniert beobachtet sie später, wie eine italienische Frau die Briefe abnimmt und sie in ein Haus bringt. Dort sind „Julias Sekretärinnen“, die Antworten auf die Briefe schreiben, insofern eine Adresse notiert ist. In ihrer Einsamkeit schließt sich Sophie diesen Frauen an.

Am nächsten Tag findet sie im Mauerwerk versteckt einen Brief von einer gewissen Claire. Vor 50 Jahren hatte sie an Julia geschrieben und um Rat gebeten, wen sie nun heiraten soll. Ihren Verlobten in England oder einen Italiener namens Bartolini? Sophie schreibt Claire eine ausführliche Antwort und fällt völlig aus den Socken, als plötzlich die besagte Dame Claire (Vanessa Redgrave) und ihr ungehobelter Enkel Charlie (Christopher Egan) vor der Tür stehen.

Es ist jedoch nicht nur ihr berufliches Interesse geweckt, als sie beschließt, mit den Beiden den verloren geglaubten Lorenzo zu finden …

Mein Fazit:

Hach, da wurde mir das Herz ganz weit und groß.

Über dem Film steht die größte Liebesgeschichte von William Shakespeare: „Romeo und Julia“. Immer wieder gibt es offene oder versteckte Andeutungen zu dem Stück, dass schon mehrfach interpretiert wurde.

In diesem Film geht es jedoch um Sophie, die zwar kurz vor der Hochzeit steht, aber nicht wirklich glücklich ist. Victor nimmt sie und ihre Bedürfnisse kaum zur Kenntnis, denn sein Kopf ist voller Pläne, was er alles in seinem zukünftigen Restaurant verköstigen kann. Sophie gönnt ihm diese Aufregung, auch wenn sie merkt, dass sie dabei auf der Strecke bleibt.

Eher zufällig findet sie „Julias Sekretärinnen“ und sie findet es toll, das die Frauen teilweise seit Jahrzehnten ehrenamtlich Abend für Abend in dem kleinen Büro sitzen und die Briefe beantworten. Jede Sekretärin hat ein Spezialgebiet und mit Liebe und Hingabe beschäftigen sie sich mit den Sorgen und Nöten der Frauen. Da Victor auf eine längere Reise abwesend ist, schließt sich Sophie den Frauen an. So findet sie schließlich den Brief von Claire. Sie beantwortet ihren Brief, ohne zu wissen, ob die Adresse überhaupt noch stimmt, denn der Brief hat 50 Jahre in der Mauer versteckt ausgeharrt. Und schließlich kommt Claire tatsächlich nach Verona, in Begleitung ihres Enkels, der von der ganzen Sache überhaupt nichts hält und eher seine Großmutter schützen will. Allerdings lässt Claire sich auch nichts ausreden und als sie Sophie kennenlernen, ist die Sache geritzt: Sie suchen gemeinsam Lorenzo!

Der Film bietet sehr viel romantische Atmosphäre: die sonnenbeschienen Felder in der Toskana, die alten Gemäuer und kleinen Gässchen, das gute Essen und der Wein. Es ist Sommer in Italien und schenkt Träumen neue Nahrung. Wer möchte da nicht so ein bisschen an die Magie glauben, die in der Luft schwebt und selbst den hartgesottensten Kerl zum Schmelzen bringen. Vanessa Redgrave ist auch einfach wunderbar anzusehen, trotz ihres Alters immer noch eine sehr beeindruckende Erscheinung.

Die Szenen sind unschuldig und laden zum Nachdenke ein. Die Darsteller sind liebenswert und zuweilen hinreißend komisch. Überhaupt schwebt über dem Film viel leiser Humor und wunderbare Musik.

Ein wunderbares Film-Vergnügen mit einem hohen Wiedersehensfaktor, immerhin war es schon ein Re-Look. 90% bekommt er von mir.

Veröffentlicht am 25.06.20!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.