Wolkengeflüster [#23]

Liebe Bücherfreunde,

wir starten in die nächste Runde des Wolkengeflüster.

Es würde mich freuen, wenn Ihr mit mir ein bisschen über das flüstert, was Euch bei den vergangenen Leseprojekten so gefallen hat und warum? Selbstverständlich könnt Ihr einen eigenen Beitrag auf Eurem Blog zu dem Thema schreiben und dann im Kommentar verlinken.

Folgendes möchte ich gerne wissen:

  1. Über welches Buch willst Du flüstern? Worum geht es?
  2. Wie und warum bist Du zu diesem Buch gekommen?
  3. Was gefällt Euch so besonders daran- oder eben nicht?

Hier ist mein Flüster-Objekt:

1. Heute flüstere ich über das Buch „Träum weiter, Liebling“ von Susan Elisabeth Phillips. Es ist der vierte Band der Chicago Stars-Reihe. Und darum geht es: Rachel Stone ist am Ende ihrer Kräfte. Sie hat kein Geld mehr, kein Heim und keinen Job. Ihr kleiner Sohn Edward erholt sich noch immer von seiner Lungenentzündung. Rachel ist ganz allein auf der Welt, denn ihr verstorbener Mann hat viele gläubige Menschen um ihr Geld gebracht und als er Schwindel aufflog, stürzten er und das viele Geld über dem Atlantik ab. Für die Menschen ist Rachel schuld. Einzig Gabe Bonner scheint zu ihr zu halten, auch wenn sein mürrisches Auftreten alles andere als liebenswürdig ist. Aber er gibt ihr einen Job (zum Hungerlohn), ein Dach über dem Kopf und leiht ihr ein Auto, damit sie mobil ist. Sie ist praktisch auf seine Gnade angewiesen, wenn da nicht die verzwickten Gefühle wären…

2. Dieses Buch habe ich irgendwann mal vor Jahren erstanden, oder geschenkt bekommen. Es ist wirklich schon lange her, denn ungelesen ist es auf meinem SuB vergilbt. Dann bin ich im November 2017 in München zur LitLove gewesen, wo auch die Autorin verweilte. Sie ist eine sympathische Autorin und ich bin neugierig geworden. So sehr, dass ich mir dann ein Buch von ihr kaufte und es signieren ließ. Allerdings habe ich vor Jahren schon mal einen Roman von ihr gelesen, der mir ganz gut gefallen hatte. Aufgrund der vielen Werke, die jedes Jahr neu erschienen, stand SEP einfach nicht oben auf meiner Prioritätenliste. Das hat sich allerdings inzwischen geändert 🙂

3. Mich hat es beim Lesen erschüttert, wie sehr man in den USA absinken kann, sozial gesehen. Hat man keinen Job, bekommt man natürlich kein Geld, auch nicht für das Notwendigste wie Wohnung und Essen. Zumindest zieht Rachel es nicht in Erwägung, Gelder zu beantragen. Sie hat es sogar einmal versucht, von der Fürsorge Unterstützung bekommen. Da ließ man durchblicken, dass man ihr evtl. das Kind wegnehmen würde. Gruselig! Es gibt in den USA, eines der erfolgreichsten Industrienationen der westlichen Hemisphäre, kaum ein soziales Netz, wo Bedürftige aufgefangen werden. Mit dem Thema Krankenversicherung will ich gar nicht anfangen. Es ist erschütternd, wie sehr der Kapitalismus durchschlägt! Und dann ist da noch das Thema Kirche. In den USA gibt es ja verschiedene religöse Strömungen. Rachel Stone war die Frau eines Fernsehpredigers, der seinen Jüngern Wasser predigte, selbst aber Wein trank – auf Kosten seiner Anhänger. Er hat sich an den Menschen bereichert und sie als Zielscheibe für die Wut und Verachtung zurück gelassen. Die Menschen glauben, sie wäre die Wurzel allen Übels gewesen, dabei war sie genauso ein Opfer. Rachel Stone genießt mein vollstes Mitgefühl und Verständnis.

Ich bin gespannt, wie das Buch endet!

Habt Ihr das Buch auch schon gelesen und wenn ja, wie hat es Euch gefallen? Und ich bin gespannt, über was Ihr flüstern wollt!

Habt eine tolle Zeit und liebe Grüße, Elke!

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