Peter Prange: Winter der Hoffnung

Winter der Hoffnung Book Cover Winter der Hoffnung
Peter Prange
2020
Historisch Allgemein
Scherz Verlag
319 Seiten
9783651000919

Inhaltsangabe:

Von Fischer Scherz Verlag: Deutschland im Hungerwinter 46. Gelähmt von den Schrecken des verlorenen Krieges und der Angst vor einer ungewissen Zukunft, fehlt es den Menschen an allem, was sie zum Leben brauchen. Selbst Ulla, Tochter eines Fabrikanten, leidet mit ihrer Familie Not. Das baldige Weihnachtsfest erscheint da wie ein Licht in der Finsternis. In dieser Zeit veranstaltet Tommy Weidner, ein „Bastard“, der nicht mal den Namen seines Vaters kennt, Tanzabende gegen Lebensmittelspenden. Dabei lernt er Ulla kennen. Für ihn ist es Liebe auf den ersten Blick, auch sie ist von seinem Charme verzaubert. Doch hat ihre Liebe eine Zukunft? Alles spricht dagegen. Bis der Firma Wolf die Demontage droht, und Ullas Vater ausgerechnet Tommys Hilfe braucht…

Mein Fazit:

Von Peter Prange hatte ich bislang noch nichts gelesen, der Name ist mir natürlich immer wieder mal „über den Weg gelaufen“. Ich bedanke mich beim Fischer Scherz Verlag für das Rezensions-Exemplar, ich hatte ein paar interessante Lese-Stunden.

Peter Prange stammt aus Altena und das spürt man deutlich. Seine Liebe zur Heimat und zur damaligen Zeit, die aus Erzählungen in seiner Familie sicher intensiver wurde, ist immer wieder zwischen den Zeilen zu lesen. Das findet man nicht oft in Romanen.

Es handelt sich bei dem vorliegenden Buch um den Vorläufer von „Unsere wunderbaren Jahre“, welches ich nicht gelesen und auch nicht im TV gesehen habe (sollte ich vielleicht mal nachholen). Es geht hauptsächlich um die jungen Menschen, die mit dem Scherbenhaufen des verlorenen Krieges zurechtkommen müssen und dabei die Liebe für sich entdecken. Aber die Mädchen machen es den jungen Männern nicht leicht, es muss trotz aller Widrigkeiten geworben werden und dabei kommt auch so manche Koketterie hervor. So manch einer musste über seinen starken Schatten springen.

Die Szenen wechseln häufig und leider bleiben dabei auch die Figuren an der einen oder anderen Stelle etwas blass. Ich hätte mir da etwas mehr Tiefgang gewünscht. Trotzdem ist es dem Autor gelungen, die Atmosphäre der damaligen Zeit einzufangen und zu transportieren. Manchmal glaubte ich, neben ihnen zu stehen und mir innerlich eins zu feixen, wie das Liebesgeplänkel in der bitteren Kälte von statten ging.

Das Buch fesselte mich nicht so wie gewünscht oder erhofft, aber das mag auch daran liegen, dass ich einfach zu viele Romane aus der Zeit gelesen habe. Dennoch hat Peter Prange ein interessantes und liebevolles Bild von seiner Heimat sprachlich gemalt und ich bin durchaus geneigt, ein weiteres Buch von ihm zu lesen.

Dieses bekommt vier Sterne und eine klare Lese-Empfehlung.

Veröffentlicht am 26.10.20!

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