Das Nest
Juli 2025
Krimi/ Thriller
Pendragon Verlag
304
eBook
B0FBGQ7ZLD
Bird Spotting in a small Town (2024)
Lea Dunkel
Inhaltsangabe von Pendragon Verlag:
Fran führt ein ruhiges Leben in einem einsamen englischen Küstenort, wo das Marschland auf den Ozean trifft. Sie kümmert sich um ihren Sohn Bruno, betreibt eine Wohnwagensiedlung und beobachtet Vögel. Dann verschwindet Brunos Lehrerin und der Ort gerät in Aufruhr: Hat Frans Schwager Ellis etwas damit zu tun? Welche Rolle spielen die Roma, die in der Nähe ihr Lager aufgeschlagen haben? Warum findet Fran mehrere tote Vögel, und was wissen Bruno und seine Cousine Sadie? In einer hypnotischen Prosa erzählt die Autorin die Geschichte einer Frau, die ihre Geheimnisse zu schützen versucht.
Mein Fazit:
Der Plot hörte sich interessant an und deshalb habe ich mich auf dieses Wagnis eingelassen. Wagnis deshalb, weil ich von der Autorin bislang noch nichts gelesen habe! Ganz herzlich möchte ich mich beim Pendragon Verlag bedanken, die mir ein Rezie-Exemplar zur Verfügung gestellt haben.
Bedauerlicherweise entglitt mir die Geschichte mit zunehmenden Fortschritt. Am Anfang konnte ich die Figuren noch fühlen und ihre Vita interessiert folgen. Fran hat einen kleinen MobilHeim-Platz, auch Campingplatz genannt. Ihre Schwester, der angehende Schwager und die Nichte Sadie dürften kostenlos ein Mobilheim benutzen, da gab es offensichtlich große Probleme in der Vergangenheit. Frans Mann Dom hat auch (wieder?) Arbeit und der Sohn Bruno war für mich ein normaler Junge. In der Schule der Kinder tritt eine neue Lehrerin ihren Dienst an. Offenbar hat sie bei Sadie ein paar Defizite entdeckt, die den Eltern nicht so wirklich schmeckten. Sadie wurde nach einem Vorfall von der Schule kurzfristig suspendiert. Plötzlich ist die Lehrerin verschwunden, Sadies Vater ebenfalls und die Sache scheint irgendwie zu eskalieren.
Zu meinem großen Bedauern konnte ich mit der Geschichte nicht viel anfangen. Fran war mir zwar sympathisch, aber zum Ende konnte ich ihre Handlungsweise auch nicht mehr verstehen. Das ganze Konstrukt mit der verschwundenen Lehrerin und dem ebenso verschwundenen Schwager konnte mich nicht überzeugen, eigentlich lief es so nebenbei. Dann ist da noch die (unbegründete?) Eifersucht auf die Schwester, da sind die Vögel, die plötzlich getötet werden und was die Roma da machen, wird auch nicht so ganz klar! Es wird sich meiner Einschätzung nach mit zu vielen Themen auf einmal beschäftigt und das dann auch eher schlecht. Am Ende hatte ich eigentlich mehr Fragen als Antworten!
Zehn Tage für 304 Seiten, dass kann nur eine zwei-Sterne-Bewertung sein! Das Buch verdient sicherlich sein Publikum, ich gehöre nicht dazu.
Veröffentlicht am 09.08.25!