Big Fish - Der Zauber, der ein Leben zur Legende macht
2003
Drama
Big Fish
125 Minuten
USA
Tim Burton
John August
Ewan McGregor, Albert Finney, Billy Crudup, Marion Cotillard, Danny DeVito, Jessica Lange u.v.a.
"Big Fish" von Daniel Wallace
Inhaltsangabe:
Edward Bloom (Albert Finney) sieht seinem Lebensende entgegen. Krank ruft er seinen Sohn Will (Billy Crudup) zu sich. Begleitet wird Will von seiner schwangeren Frau Josephine (Marion Cotillard).
Doch kaum ist Will am Krankenbett seines Vaters, beginnt er wieder eine seiner Geschichten zu erzählen. Diese hat Will schon unzählige Male in seiner Kindheit gehört, doch sie sind so fantastisch, dass er sie kaum glauben kann. Obendrein scheint Edward damit sein wahres Ich zu kaschieren. Will kennt seinen Vater nicht und begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit.
Edward Bloom (Ewan McGregor) macht in der Kindheit Bekanntschaft mit einer Hexe, in deren Auge er seinen eigenen Tod sieht. Mit 18 Jahren zieht er in die Welt hinaus, begleitet einen Riesen zu seinen Abenteuern, macht einen Abstecher in eine verwunschene Stadt namens Spector, wo niemand Schuhe trägt. Bei einem Zirkus trifft er die Liebe seines Lebens und muss drei Jahre lang Tag und Nacht schuften, um den Namen seiner Liebsten zu erfahren. Der Zirkus-Direktor (Danny DeVito) entpuppt sich als Werwolf, der Ed schließlich den entscheidenden Hinweis auf die Liebste gibt.
Weitere Abenteuer folgen, auch Gerüchte um eine Affäre kommen auf. Wird Will der Wahrheit auf die Spur kommen? Und was will Ed mit seinen fantastischen Geschichten bezwecken?
Mein Fazit:
Ein abendfüllendes Programm – von Tim Burton liebevoll inszeniert. Es ist knallig bunt und wirkt oft skurril an. Natürlich ist es eine Geschichte, in der viele Geschichten enthalten sind.
Die Geschichtenerzähler – Edward Bloom – springt immer wieder in der Zeit hin und her. In der Gegenwart ist er alt und kränklich. Er kann nicht mehr all das machen, was er sein Leben lang gern getan hat: umherreisen und immer wieder neue Abenteuer erleben! Offenbar versucht er damit etwas zu kompensieren, das er seinem Sohn immer wieder unglaubliche Geschichten erzählt. Das hat jedoch zur Entfremdung beigetragen. Denn so wunderbar es auch ist, fantastische Geschichten zu hören; der Erzähler verbirgt offenbar etwas und das macht dem Sohn bis ins Erwachsenenalter zu schaffen. Zumal seine Frau nun schwanger ist und er selbst bald Vater ist.
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verfolgte ich Geschichte um Geschichte, taumelte mit Edward Bloom in die Abenteuer und konnte seinen Sohn nur bedauern. Die Schauspieler, allen voran Ewan McGregor und Albert Finney, haben ihr Bestes zu dieser Story beigetragen. Jessica Lange als Mrs. Bloom ist eine wahre Augenweide. Ich sehe die Schauspielerin viel zu selten und doch berührt sie mich jedes Mal in ihren Rollen. In einem Tim Burton-Film darf selbstverständlich Helena Bonham Carter nicht fehlen. Sie spielt erst die Hexe mit dem gruseligen Auge und später die Jenny, die Ed in Spectre kennen lernt. Sie ist schon immer sehr wandlungsfähig gewesen und bewies dies auch in diesem Film.
Der Film hat mich nachhaltig beeindruckt und auch jetzt noch, ein paar Tage danach, grüble ich über die eine oder andere Szene. Womöglich sollte ich das Buch dazu lesen! Der Film bekommt 90% von mir mit einer klaren Empfehlung.
Veröffentlicht am 17.09.25!