Die Frauen von Ballymore
2025
Belletristik
Goldmann Verlag
477
Hardcover
9783442302345
Hidden Beauty (1988)
Sonja Hauser, Karin Dufner, Ursula Wulfekamp, Sibylle Schmidt
Inhaltsangabe:
Irland, 60er Jahre: Sorcha O’Donovan lebt in Ballymore in Cork. Sie ist jung und träumt von einem aufregenden Leben fern ihrer Heimat. Als sie den Musiker Con Daly kennen lernt, ist ihre Wahl getroffen und das Schicksal besiegelt. Sie lieben sich und er möchte sie mit nach London nehmen. Doch Sorcha zögert noch.
Ohne es zu ahnen hat die reiche und einsame Vollwaise Helen McCarthy diesem Schicksal nachgeholfen, denn sie hat dem konservativen Vater berichtet, wo Sorcha ist. Er erwischt das junge Paar zusammen und verweist seine Tochter des Elternhauses.
In London müssen sich Sorcha und Con durchschlagen. Während er versucht, mit seiner Musik Geld zu verdienen, arbeitet sie in einem Kaufhaus. Langsam können sie sich etwas aufbauen. Als Con sich schließlich einer Band anschließt und diese einen Manager erhält, scheint der Erfolg nur noch eine Frage der Zeit zu sein.
Doch Con hat Geheimnisse vor Sorcha. Als eine Verkettung unglücklicher Zufälle eintritt und der Erfolg der Band allmählich zu viel wird, löst es eine Tragödie aus, die erst zwei Jahrzehnte später ihre Auflösung findet.
Mein Fazit:
Es ist fast wie nach Hause kommen! Die Geschichte um Sorcha, Con und Helen trägt eindeutig die Handschrift von Lucinda Riley, auch wenn der Sohn Harry Whittaker es noch einmal überarbeitet hat.
Die Geschichte um Sorcha und Con beginnt in Irland von gut 60 Jahren. Sie sind jung und verliebt. Sie ist die Tochter eines Anwalts, er haust in einer Baracke am Strand und klimpert auf seiner Gitarre. Er übt sofort eine gewisse Anziehungskraft aus, als gefühlvoller Sänger auch nicht verwunderlich. Obwohl seine Lebensumstände verrucht sind, schwärmen doch einige Mädchen für ihn, auch die reiche Erbin Helen McCarthy. Allerdings ist Helen einsam und möchte eigentlich nur gemocht werden. Doch sie erreicht eigentlich fast nur das Gegenteil davon.
In London treffen sie nach Jahren wieder aufeinander. Ja, Zufälle gibt es. Aber es ist schlüssig und für mich auch nicht zu konstruiert. Die Wege der drei Menschen werden genau gezeichnet. Die Situation spitzt sich zu, als eine vierte bislang unbekannte Person das Leben aller auf den Kopf stellt.
Lucinda verstand es einfach, interessante Geschichten zu erzählen. Da sind sicher auch eigene Erfahrung eingeflossen. Immerhin hat sie geschauspielert und gemodelt, ehe sie mit dem Schreiben begann. Für mich war es authentisch, ich konnte mich in alle Figuren hineinversetzen und verstehen. Der Spannungsbogen wurde dadurch aufgebaut, dass am Anfang eine Szene mit Gefängnis beschrieben wird. Und man will wissen, wer und warum im Gefängnis gesessen hat.
Vielen Dank für die wunderbaren Lesestunden. Natürlich bewerte ich es mit fünf Sternen und empfehle es uneingeschränkt!
Veröffentlicht am 06.12.25!