Teresa Simon: Worte der Wahrheit

Worte der Wahrheit Book Cover Worte der Wahrheit
Teresa Simon
August 2023
Belletristik
Heyne Verlag
Die Reporterin - Teil 2
432
eBook
9783641288075

Inhaltsangabe:

München, 1965: Malou Graf weiß nun, wer tatsächlich ihr Vater ist. Und als sie feststellt, dass sie schwanger ist, zittert sie umso mehr, dass ihr Halbbruder Chris der Vater sein könnte. Aber in der verhängnisvollen Nacht ist nichts passiert, so versichert er ihr.

So kann nur Phillip Leonies Vater sein und dieser stellt sich mit Freuden der Verantwortung. Es wird geheiratet und Pläne geschmiedet. Kaum ist die Kleine auf der Welt, erkrankt Phillip und er verstirbt plötzlich. So steht Malou mit ihrer Tochter allein da.

Nur weil sie die illegitime Tochter vom Verleger Winkler ist, will sie keine Sonderbehandlung. Sie möchte sich als alleinerziehende Mutter behaupten, doch ohne die Hilfe ihrer Eltern ist es schwierig. Neider machen ihr das Leben zusätzlich schwer. Deshalb nimmt sie das Angebot an, für Zarah Leander eine Autobiografie zu schreiben.

In dem kleinen Örtchen Iffeldorf kann sie sich in der ländlichen Idylle vom Schicksalsschlag erholen und gleichzeitig arbeiten und muss dafür ihre kleine Tochter nicht allein lassen. Aber irgendwann führt der Weg zurück nach München. Wie wird das Leben als alleinerziehende Mutter sein? Wird sie es schaffen, alles unter einen Hut zu bekommen?

Mein Fazit:

Die Autorin hat die Geschichte von Malou nahtlos weitererzählt! Es beginnt auf einer Feier, wo Malou klar wird, wer ihr wirklicher Vater ist. Die ersten 100 Seiten waren wirklich turbulent und auch ich wollte wissen, ob sie mit ihrem vermeintlichen Halbbruder im Bett war und womöglich ein Kind gezeugt hat. Malou und Chris wussten zu dieser Zeit von ihrem Verwandtschaftsverhältnis nichts.

Und dann geschah auch noch der plötzliche Tod ihres Mannes. Sie waren noch nicht einmal ein Jahr verheiratet und schon verstirbt er. Das war starker Tobak! Dann wurde es ruhiger und auch der Spannungsbogen flachte etwas ab. Kleinigkeiten störten mich allerdings etwas. Erstens: Es gab natürlich schon Kindergärten zu dieser Zeit, aber nicht in dem Maße wie heute. Und eine Mutter, die arbeiten ging (ob gewollt oder genötigt, spielt keine Rolle), wurde von ihrem Umfeld als Rabenmutter abgestempelt. Das kam in der Geschichte gar nicht zum Ausdruck. Zweitens: Es wurde geraucht und getrunken ohne Rücksicht auf Verluste. Dass das Passiv-Rauchen schädlich war, war den Menschen damals noch nicht bewusst. Demzufolge wurde auch geraucht, wenn kleine Kinder dabei waren. Das Malou als junge Mutter sensibel reagierte, mag zwar vorgekommen sein, aber ich halte es für unglaubwürdig.

Es gab für mich dann keinen großen Spannungsbogen mehr, die Geschichte plätscherte so vor sich hin. Es werden Begegnungen mit Menschen beschrieben, die es wirklich gab oder gibt. Das sind dann noch so kleine Highlights. Allerdings kommt die Atmosphäre des zweiten Bandes nicht an die Atmosphäre im ersten Band heran. Das Ende der Geschichte ahnte ich schon, barg für mich keine Überraschung!

Ich bewerte es mit vier Sternen, es konnte meine Erwartungen nicht ganz erfüllen.

Veröffentlicht am 21.12.25!

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