Minority Report
2002
Science Fiction
145 Minuten
USA
Steven Spielberg
Scott Frank, Jon Cohen
Tom Cruise, Colin Farrell, Samantha Morton, u.v.a.
27.09.2010
"Minority Report" von Philip K. Dick
Inhaltsangabe:
Washington D.C., im Jahre 2054: John Anderton (Tom Cruise) arbeitet bei der Polizei-Einheit “Pre-Crime”, die die Täter nicht nach dem Mord, sondern kurz vorher festnehmen. Möglich ist es mit den Visionen der Pre-Cogs, die ständig im Wasser liegen und durch Medikamente so sensibilisiert werden, das sie Visionen empfangen und diese durch ein Programm visualisieren können.
John Anderton kann mit einer hundertprozentigen Erfolgsrate den Erfolg des Programms bestätigen, doch privat hängt er durch. Vor sechs Jahren wurde sein Sohn Sean entführt und seither leidet er unter dem Verlust. Nur mit Drogen kann er die Gefühle einigermaßen ertragen. Die darauffolgende Scheidung von seiner Frau macht die Sache für ihn nicht leichter.
Das Programm “Pre-Crime” soll nun landesweit eingeführt werden und daher kommt Danny Witwer (Colin Farrell) in die Einheit, um das Programm nach Fehler zu untersuchen. Kaum hat er eine kurze Einleitung von John bekommen, haben die Pre-Cogs eine neue Vision: Diesmal mit John Anderton als Mörder. Völlig geschockt verläßt er die Zentrale und es beginnt ein Wettlauf mit seinen Kollegen und der Zeit, denn der Mord an einem ihm unbekannten Mann soll in 36 Stunden passieren.
Mein Fazit:
Steven Spielberg ist ja bekannt für interessante und actionreiche Filme. Dieser bildet da größtenteils keine Ausnahme.
Erstmal das Positive: Die futuristische Welt wurde konsequent dargestellt. Alles ist anders, die Autos, die Identitäts-Erkennung (es gibt überall Scanner, die die Netzhaut der Augen ablasern *gruselig*) und auch die Technik der Datenspeicherung und visiuellen Wiedergabe der Dateien. Alles könnte tatsächlich in 40 Jahren wirklich so aussehen, genauso auch die Tatsache, dass die Werbung personalisiert wird. Anhand des Scans der Netzhaut wird jeder persönlich mit Namen und seinen Vorlieben angesprochen. Noch gruseliger … Die totale Kontrolle – diese Entwicklung bahnt sich ja schon in der Realität an.
Die Action kommt nicht zu kurz, und die Verbrechensbekämpfung bzw. die Mittel sind ebenso haarsträubend wie besorgniserregend. Auch das ist konsequent im ganzen Film durchgeführt. Einige Action-Szenen sind meines Erachtens nach etwas gewagt und unrealistisch. Einige ziemlich ekelige Szenen gibt es, als Anderton sich die Augen ersetzen lässt (um nicht im Scan erfaßt werden zu können). Diese Tatsache allein, aber auch die Szenen dazu sind ziemlich ekelerregend. Und ob es tatsächlich machbar ist, bleibt zweifelhaft.
Nun denn, am Ende wurde es dann doch etwas spannend. Die Geschichte ist bis zum Ende verwirrend. Doch es wird erklärt, wie das alles passieren konnte. Und somit ist auch das Ende, worauf ich hier nicht näher eingehen möchte, konsequent an die ganze Geschichte angepaßt!
Insgesamt gesehen kein Film für schwache Nerven. Von mir erhält er 75%.
Veröffentlicht am 25.12.25!