Sebastian Fitzek: Der Insasse

Der Insasse Book Cover Der Insasse
Sebastian Fitzek
Oktober 2018
Krimi/ Thriller
audible Studios
Hörbuch
B07HFTSCP8
Simon Jäger
9 Std. und 13 Min. (ungekürzt)

Inhaltsangabe:

Till trauert um seinen Sohn Max, hat er ihn doch unwissentlich in die Arme des Kindermörders Guido Tramnitz getrieben. Dieser soll schon zwei Kinder in seinem selbstgebauten Brutkasten gefoltert und getötet haben. Nun steht er im dringenden Verdacht, auch Max ermordet zu haben. Bisher gab es jedoch keine Leiche, nur ein Indiz, das Max in seinen Fängen war.

Um endlich Gewissheit über das Schicksal seines Sohnes zu erhalten, lässt Till sich von seinem Schwager, der Polizist ist und über entsprechende Mittel und Verbindungen verfügt, mit einer gestohlenen Patientenakte als Patrick Winter in die Psychiatrie einweisen.

Doch auf der Mission geht gewaltig was schief und Tramnitz durchschaut Till ziemlich bald. Dennoch will die Wahrheit wissen und muss dafür ziemlich viel über sich ergehen lassen. Kann Till die Gewissheit erlangen?

Mein Fazit:

Ja, da muss man schon einiges aushalten als Leser*in bzw. Hörer*in. Dieses Mal ist ein Kind ein Opfer und man weiß lange Zeit nicht, ob es noch lebt oder schon gestorben ist. Tramnitz lässt Patrick Winter bzw. Till lange im Unklaren, ob er noch lebt oder nicht!

Wir erhalten Eintritt in die Welt der geschlossenen Psychiatrie. Wer der noch nie drin war, kann es sich schwer vorstellen, mit welchen Krankheiten die Menschen geplagt sind. Für einen gesunden Menschen ist es schwer auszuhalten. In dieser Geschichte bekommen wir nur einen klitzekleinen Ausschnitt davon und das ist schon gruselig genug.

Obendrein kommt dann noch ein schmieriger Arzt hinzu, der für ein paar Euro noch ein paar extra-Services anbietet. Tramnitz nimmt alles in Anspruch und präsentiert sich als Scheusal vor dem Herrn – und das ist noch liebevoll formuliert. Mitten in diesem Geschehen ist Till bzw. Patrick Winter, dem auch noch böse mitgespielt wird. Es werden ihm Knochen gebrochen und andere Blessuren beigebracht. Nichts kann ihn jedoch vom Ziel abhalten, die Wahrheit über Tramnitz und seinen Sohn Max zu erfahren.

Dieses Mal ist die Geschichte schon fast ein Kammerspiel. Es spielt sich hauptsächlich in der Klinik ab. Überraschende Wendungen gibt es trotzdem, aber nicht ganz so wirkungsvoll wie in den Thrillern. Und natürlich gibt es den verschrobenen Charakter, der alles verloren hat und sich nun am letzten Strohhalm klammert. Er konnte einem schon wirklich leidtun – bis zum Schluss. Die Figuren sind für mich greifbar, auch wenn sie nicht so stark ausgearbeitet sind.

Auch hier gilt – nichts ist, wie es scheint! Und so kam das Ende auch wieder unerwartet – aber in sich schlüssig. Nach dem Thriller gibt es noch eine großartige Überraschung – die Danksagung war etwas anders als sonst und durchaus originell gemacht.

Fünf Sterne und eine klare Empfehlung für alle Thriller-Fans.

Veröffentlicht am 03.04.26!

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