Annette Hennig: Rückkehr nach St. Germain

Rückkehr nach St. Germain Book Cover Rückkehr nach St. Germain
Annette Hennig
Juni 2018
Lovestories
CreateSpace Independent Publishing Platform
St. Germain - Teil 2
320
eBook
B07D9RD7BL

Inhaltsangabe:

Leipzig 2013: Lara betreut ihre erste Reisegruppe nach Paris. Kaum ist sie dort angekommen, läuft sie dem jungen Franzosen Armand über den Weg. Dieser hilft seinem Großvater Sébastien beim Umzug.

Aus einem der Umzugskartons fällt das Leipziger Messemännchen auf den Gehweg und Lara hebt es auf. Das sein Großvater diese Stadt einst besucht hatte, war Armand neu. Und seit der alte Mann die junge Frau gesehen hat, verhält er sich auch sonderbar. Fast scheint es, als ob er in Lara einen Geist gesehen hat.

Lara und Armand vertiefen ihre Bekanntschaft und es entwickeln sich Gefühle, aber sie spüren sehr schnell, dass zwischen ihren Familien offensichtlich Geheimnisse gibt. Diese wollen erst gelüftet werden, aber es fällt den Personen offensichtlich sehr schwer.

Sébastien und Marie-Luise müssen beide über einen gewaltigen Schatten springen, um den jungen Menschen ein gemeinsames Leben bieten zu können.

Mein Fazit:

Nach acht Jahren lese ich die Fortsetzung der Liebesgeschichte von Sebastien und Marie-Luise! Wir sind immer noch im Jahre 2013 in Leipzig! Die Mauer ist schon lange Geschichte, die Stasi-Akten für jeden zugänglich und die Menschen genießen die Freiheit des Reisens.

Nun lernt Lara, Marie-Luises Enkelin, den Armand während ihrer Betreuung der Reisegruppe kennen. Natürlich verlieben sie sich sofort ineinander, aber Lara spürt auch große Geheimnisse zwischen ihm und seinem Großvater Sébastien.

Wir tauchen wieder in Paris ab, was mir nicht so leicht fiel. Ich monierte schon im ersten Teil die fehlende Atmosphäre der französischen Hauptstadt. Dieses Mal wird es noch deutlicher. Das eine oder andere wirkt oberflächlich und hätte in jeder anderen Stadt spielen können.

Die Erzählstränge in der Vergangenheit verliefen nicht so, wie ich es gewohnt bin – und mag. Es wurde teilweise im Dialog davon erzählt, was mir erheblich den Zauber nahm.  Allgemein hätte ich mir eine intensivere Ausarbeitung der vergangenen Zeit gewünscht, um es mir als Leserin bildlicher vorstellen zu können.

Alle Figuren bis auf Sébastien blieben blass, ich konnte sie nicht richtig greifen. Und manchmal ging mir die Ausdrucksweise etwas auf den Keks, denn da wurde einiges Umstangssprachliche mit eingebaut, wo ich mir nicht sicher bin, ob das in Frankreich -damals wie heute- so gesprochen wird.

Das Ende der Geschichte war erwartbar und bietet keine neuen Überraschungen, ich hatte es schon schnell am Anfang erahnt. Insgesamt gesehen bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass sich mein Anspruch an historische Romane oder allgemein mit historischem Bezug erhöht hat.

Von mir gibt es nur schwache drei Sterne, immerhin konnte mich die eine oder andere Szene schon etwas berühren.

Veröffentlicht am 10.05.26!

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