2. Brief zu “Das Phantom”

Der 2. Brief – an Mr. Nathaniel Croft adressiert:

Am 10. September 1801 erreicht dem glühenden Verehrer seine Antwort, gut eine Woche später.

Wieder auf zwei Seiten bekommt Mr. Croft seine Antwort zu lesen, ebenfalls in geschwungener Schreibschrift. Da die Briefe über einen Notar versendet werden, weiß Lady Charlotte nicht, wer ihr Verehrer ist. Die Post benötigt offenbar nicht viel Zeit für die Zustellung, es scheinen sich beide in der Nähe aufzuhalten.

Ihrem Brief ist zu entnehmen, dass sie noch nicht weiß, wer ihr Verehrer ist. Allerdings ist zwischen den Zeilen zu lesen, dass sie zwar zur oberen Gesellschaft gehört, sich jedoch häufig gelangweilt fühlt. Sie kann dem oberflächlichen Geplänkel nicht viel abgewinnen und sehnt sich nach angeregten Austausch. „2. Brief zu “Das Phantom”“ weiterlesen

1. Brief zu “Das Phantom”

Der 1. Brief – an Lady Charlotte Harrington adressiert:

Es ist das Jahr 1801 in London: Lady Charlotte Harrington hat einen zweiseitigen Brief von einem anonymen Verehrer erhalten. Wie sich herausstellt, hat der Verehrer die junge Dame bei einem Empfang des Duke of Devonshire gesehen. Sie hatte gerade ein Bild vom Maler Guercino betrachtet. Nun ist er in Liebe für sie entbrannt und nimmt Kontakt zu ihr auf. Im Falle einer Erwiderung soll sie ihre Antwort an einen Notar senden.

Damals war die gesellschaftliche Etikette sehr streng und schon der kleinste Hinweis auf eine sich anbahnende Romanze löste einen Skandal aus. Deshalb war ein solcher Brief durchaus riskant – für den Schreiber und für die Empfängerin und andersherum. Was, wenn der Brief in falsche Hände geriet? Womöglich weiß oder ahnt Lady Charlotte ja, wer der heimliche Verehrer ist? Erinnert sie sich noch an den Empfang? „1. Brief zu “Das Phantom”“ weiterlesen

Ich habe Post bekommen!

Hallo Freunde des geschriebenen Wortes!

Ich bin ein Kind aus der 70er Jahren, das heißt, Internet, Handy und Co. waren noch in weiter Ferne. Die ersten Personalcomputer kamen zwar schon raus, waren aber dicke Klötze und ziemlich teuer. Und tatsächlich pflegte ich als Jugendliche und junge Frau einige Brieffreundschaften. Leider ist es in den letzten Jahrzehnten ein wenig verloren gegangen bzw. es wurde durch Mails abgelöst. Wer schreibt denn heutzutage noch handgeschriebene Briefe?

Simon Karschosch, der Gründer von  www.briefmoment.de, hat meinen Blog besucht und mich per Mail angeschrieben. Wer bekommt nicht gern Briefe? Und wäre es dann nicht wunderbar, Briefe mit einer spannenden Geschichte zu knüpfen? Nachdem ich mich auf der Webseite umgesehen habe, dachte ich mir, ich probiere es mal aus. Simon war so nett und hat mir gleich die ersten sechs Briefe zugeschickt, natürlich nummeriert, damit ich die Briefe zu “Das Phantom” -eine Liebesgeschichte aus der Regency-Zeit- in der richtigen Reihenfolge lesen kann. „Ich habe Post bekommen!“ weiterlesen