Heinz Liepman: Das Vaterland

Das Vaterland Book Cover Das Vaterland
Heinz Liepman
März 2026
Historisch Allgemein
Pendragon Verlag
244
eBook
9783865329219

Inhaltsangabe:

Von Pendragon Verlag:

Hamburg 1933: Nach acht Wochen auf See kehrt der Dampfer Kulm in seinen Heimathafen zurück. Die sozial wie weltanschaulich ungleiche Besatzung des Schiffes findet sich in einem radikal veränderten Land wieder: Die Nationalsozialisten sind an der Macht und herrschen mit Gewalt und Willkür. Die Mannschaft muss sich dem brutalen neuen Gesicht Deutschlands stellen. Zwischen politischen Spannungen, persönlichen Konflikten und der Suche nach einem Platz in einer unbarmherzigen Gesellschaft entfaltet sich eine mitreißende Erzählung über Identität und den Kampf um das Überleben.

Mein Fazit:

Der Faschismus zeigte nach Adolf Hitlers Machtübernahme sein wahres Gesicht und veränderte das Ansehen Deutschlands innerhalb von wenigen Monaten kolossal.

Die Besatzung der Kulm staunt nicht schlecht, als sie über die Elbe in Richtung Hamburg fahren. Sie waren vor Island zur Fischerei und freuten sich nun auf ihr Zuhause bei Frau, Freundin oder Familie. Kurz vor Hamburg fischen sie einen Mann aus dem Wasser, der über und über mit Wunden übersäht und offensichtlich suizidal war. Das hätte ihnen schon zu denken geben müssen und vielleicht ahnte auch schon der eine oder andere, was passiert ist.

Heinz Lieppmann, später Heinz Liepman, ist kurz nach der Machtübernahme ins Exil gegangen und hat von dort aus diesen Roman veröffentlicht. Ist es ein Roman oder ein Tatsachenbericht? Fest steht, die dunklen Zeiten waren tatsächlich damals so dunkel. Innerhalb weniger Wochen wandelte sich die Stimmung in panische Angst. Die Menschen huschten durch die Straßen, Ehen gingen wegen den unterschiedlichen Weltanschauungen auseinander und die Genossen druckten heimlich ihre Pamphlete gegen das Hitler-Deutschland und den Faschismus. Fast hundert Jahre später laufen wir Gefahr, dass die Geschichte sich wiederholt.

Der Roman -93 Jahre alt- ist an Aktualität kaum zu überbieten. Eindringlich und mahnend werden schaurige Ereignisse beschrieben, die einen schon das Blut in den Adern gefrieren lassen können. Der Erzählstil ist etwas eigentümlich, was ich der damaligen Zeit zuschreibe.

Ein Fingerzeig, damit wir es noch verhindern können? Vier Sterne und eine klare Empfehlung!

Veröffentlicht am 23.08.26!

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