Greenland

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2020
Science Fiction
Greenland - Teil 1
119 Minuten
USA
Ric Roman Waugh
Chris Sparling
Gerard Butler, Morena Baccarin, Roger Dale Floyd, u.v.a.

Inhaltsangabe:

Die Nachrichten sind voll vom Kometen „Clarke“, der zunächst keine größere Bedrohung für die Erde zu sein scheint. Deshalb versucht der Bauingenieur John Garrity (Gerard Butler) seine Ehe mit Allison (Morena Baccarin) zu kitten und startet das übliche Grillfest mit der Nachbarschaft. Sein Sohn Nathan (Roger Dale Floyd) freut sich über die Anwesenheit seines Vater, es ist schließlich sein Geburtstag!

Aber die Nachrichten überschlagen sich plötzlich und am Himmel ist vermehrt Militär zu sehen. Der Komet zerbricht in tausende Einzelteile, die jedoch trotzdem noch groß genug sind, um großen Schaden anzurichten. Auf Johns Handy erscheint eine mysteriöse Nachricht, dass er und seine Familie auserwählt sind und in einem solchen Falle Schutz in einem Bunker auf Grönland finden können. Sie sollen sich sofort auf den Weg zum nächsten Armee-Stützpunkt machen.

Doch das Land befindet sich im Ausnahmezustand. Kaum sind sie am nächsten Stützpunkt angekommen, wird die Familie auseinandergerissen. Nathans Diabetes-Erkrankung wird plötzlich zum Hindernis nach Grönland. In dem Tumult vor dem Stützpunkt entscheiden John und Allison getrennt voneinander, nach Kentucky zum Schwiegervater bzw. ihren Vater zu reisen. Dort wollen sie sich treffen.

Bis dahin erfahren sie jedoch, was es bedeutet, in Chaos und Anarchie zu verreisen, wo jeder sich am nächsten ist! Und noch immer ist das Ziel Grönland, noch immer wollen sie zum 1% der Menschheit gehören, das einen solchen Kometen-Einschlag überleben kann.

Mein Fazit:

Gerard Butler kann offenbar nur noch Katastrophenfilme! Geostorm war ja auch schon eine Mischung aus Science-Fiction und Apokalypse. Und jetzt dieser Film. Wir wollen mal hoffen, dass wir solche Weltuntergangs-Szenarien (noch) nicht erleben werden.

Habt Ihr Euch schon mal Gedanken gemacht, was passiert, wenn ein solches Ereignis bevorsteht? Ein Komet, der die komplette Welt in Schutt und Asche legt, ähnlich wie damals bei den Dinos? Mit einer gewissen Vorbereitung (und ich meine jahrzehntelange Vorbereitungen) können wohl 1-5% der Menschheit überleben – unter der Erde mit der entsprechenden Infrastruktur. Und was ist mit dem Rest? Da gehen einem schon komische Gedanken durch den Kopf. Es hilft nix, wenn Geschäfte geplündert oder Frauen vergewaltigt werden. Das wird das eigene Überleben nicht sichern, auch nicht die Flucht in die Berge (höchstens stillgelegte Minen, aber ohne Essen?). Panik kann eine ganze Menge mit einem Menschen machen und ich persönlich weiß überhaupt nicht, was ich tun würde. Es ist müßig, darüber zu grübeln, wir stehen (dem Himmel sei Dank) nicht vor dieser Situation.

Gerard Butler ist wieder mal der Held – für seine Familie natürlich. Er gibt alles, um sie zu retten und so einen Fehler aus der Vergangenheit wieder gutzumachen. Aber auch er muss ums nackte Überleben kämpfen. Er hat das Bändchen der Armee, die sogenannte Eintrittskarte zum Bunker, und das weckt bei vielen Begehrlichkeiten. Aber auch Allison hat dieses Bändchen und muss für das eigene Überleben und das ihres Kindes kämpfen. Der Mensch zeigt sich von seiner animalischen Seite.

Insgesamt gesehen ist es ein spannender Film, der alle Facetten der menschlichen Emotionen zeigt, die kaum ehrlicher sein können im Angesicht des bevorstehenden Untergangs. Das Einzige, was mich zuweilen störte, waren die Strecken. Es wurde den Eindruck vermittelt, als läge alles dicht beieinander. Der Film startet in Atlanta, Georgia, die Air Force Base ist einige Kilometer südlich davon und dann wollen sie sich in Lexington, Kentucky treffen, sechs Stunden entfernt. Da sind schon einige Kilometer dazwischen. Im Film wird der Eindruck vermittelt, als würde alles innerhalb von 100 Kilometern liegen.

Von mir bekommt der Film 85% in der Hoffnung, nie selbst so etwas erleben zu müssen! Die Fortsetzung des Films werden wir sicher auch bald sehen.

Veröffentlicht am 16.09.26!

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