Susan E. Hinton: Die Outsider

Lesezeit: 2 Minuten

Susan E. Hinton: Die Outsider

Originaltitel: The Outsiders (1969)
übersetzt von Andreas Steinhöfel, vorgelesen von Max Riemelt
Verlag: Random House Audio
Länge: 5 Stunden und 47 Minuten (ungekürzte Ausgabe)
ASIN: B009NVRZ0U
Hier ist der Film dazu rezensiert.

Inhaltsangabe:

1966, Tulsa, Oklahoma: Der 14jährige Ponyboy Curtis wird von seinen Brüdern Sodapop und Darrel erzogen, nachdem die Eltern einen tragischen Unfalltod erlitten haben. Und die drei Brüder sind Greasers, die der unteren Schicht angehören und häufig kriminell sind.

Ständig geraten sie mit den Socs aneinander, die reich sind und alles für sich beanspruchen.

Als Ponyboy mit seinem Freund Johnny Cade einen Abend unterwegs ist, werden sie von den Socs angegriffen. Aus Notwehr ersticht Johnny einen Soc und sie fliehen zu Dallas, der bereits schon im Knast gesessen und deshalb viele Tricks und Ratschläge hat.

Ponyboy und Johnny verschanzen sich in einer verlassenen Kirche und warten darauf, dass die Lage sich beruhigt. Doch dann gerät die Kirche in Brand und ein paar Kinder geraten in ernsthafte Gefahr.

Mein Fazit:

Diese Geschichte ist mir schon lange bekannt, ich habe den Film damals schon gesehen und fand sie sowohl tiefsinnig wie auch bezeichnend für die Mehr-Klassen-Gesellschaft, die sich bis heute gehalten hat.

Man ist das, wo man reingeboren wird. Ist deine Familie vermögend, hat man alle Chancen der Welt. Gerät man jedoch in eine Familie, die außerhalb der Gesellschaft ein armes Dasein fristet, ist es schwer, sich der Fesseln zu entledigen. Die meisten schaffen es eher nicht. Dieses Bild wird von Ponyboy, der die Geschichte aus seiner Sicht erzählt, untermauert. Einmal Greaser, immer Greaser! Familienbande werden groß geschrieben, aber der soziale Status garantiert nicht immer ein gutes Umfeld, das trifft auch auf die Socs zu. Nur haben sie andere Probleme: Langeweile, gleichgültiges Familienumfeld und kaum soziale Kompetenzen.

Ponyboy muss mit seinen 14 Jahren schon eine Menge einstecken. Dennoch versucht er das Richtige zu tun – und zwar mit allen Konsequenzen. Und das ist sowohl bewundernswert wie auch tragisch.

Der Sprecher Max Riemelt konnte mich bei diesem Hörbuch nicht mitreißen. Sein Vortrag klang oft monoton und langweilig. Es gab kaum eine nennenswerte Betonung und ich schweifte oft mit meinen Gedanken ab. Das finde ich sehr schade, denn Ponyboys Erzählungen sind eigentlich sehr eindringlich und authentisch.

Obwohl mir die Geschichte selbst vier Sterne wert ist, kann ich dem Erzähler nur magere drei Sterne geben.

Veröffentlicht am 28.11.18!

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