Das Ende einer Nacht

germanyDas Ende einer Nacht (2012)

Regie: Matti Geschonneck
Drehbuch: Magnus Vattrodt
Produktion: Wolfgang Cimera
Musik: Florian Tessloff
Kamera: Judith Kaufmann
Darsteller:Barbara Auer, Ina Weisse, Jörg Hartmann, Matthias Brandt, Christoph M. Ohrt, Katharina Lorenz, u.v.a.
Dauer: 90 Minuten

B00KIA1L82Inhaltsangabe:

Katarina Weiss (Barbara Auer) ist Richterin am Düsseldorfer Landgericht und bekommt gerade einen brisanten Fall herein. Der Unternehmer Werner Lamberg (Jörg Hartmann) soll seine Frau brutal misshandelt und vergewaltigt haben. Die Spuren im Haus und an der Frau lassen keine Zweifel zu und schon seit vier Monaten wartet er auf seinen Prozess.

Doch Werner Lamberg beteuert stets seine Unschuld. Eva Hartmann (Ina Weisse) bekommt diesen Fall auf den Schreibtisch und zusammen mit ihrem Assistenten reist sie nach Düsseldorf, um dem Mandanten die beste Verteidigung zukommen zu lassen. Schon am ersten Tag begegnet sie der Richterin und sie scheinen beide ihre Ziele zu verfolgen.

Doch im Verlaufe des Prozesses kommt es mehr und mehr zu Verunsicherungen über die Schuld des Mandanten … Auch bei Eva Hartmann gibt es eine Veränderung und sie weiß nicht mehr, wie sie ihre Arbeit zukünftig noch meistern soll.

Mein Fazit:

Eine sehr interessante und zuweilen auch spannende Geschichte über zwei Frauen, die beide an das Rechts-System glauben, jedoch auf unterschiedlichen Seiten stehen. Die Folgen ihrer Entscheidungen sind ebenso unterschiedlich.

Für den Zuschauer bietet sich anfangs ein grauenvolles Bild über die Tat-Nacht und irgendwie scheint die Sache klar. So sind auch alle Zeugen auf den Fall eingestellt – weil die Spuren ja allem irgendwo klar scheinen. Und doch gibt es einen Restzweifel, und es gab eben nur die zwei Tatzeugen – das Ehepaar selbst! Die Richterin kann nicht nach Intuition oder Gefühl entscheiden, sondern darf nur die Fakten bewerten. Die Anwälte hingegen können mit Wörtern spielen, nahezu jonglieren und damit den Prozeß dahingehend beeinflussen, dass trotz einer offensichtlichen Schuld vielleicht doch ein Freispruch möglich ist.

So unglaublich es klingt, aber so geht es sicher in vielen Gerichtssälen weltweit. Wer kann wirklich die Wahrheit kennen außer Täter und Opfer? Wer mag wirklich die Wahrheit sagen – und wer kann die Wahrheit tatsächlich auch erkennen?

Der Film bietet viel Stoff für Diskussionen. Mir hat er gut gefallen und er bleibt auch nachhaltig im Kopf. Die Darsteller haben eine solide Arbeit abgeliefert – glaubwürdig und authentisch.

Von mir bekommt der Film 80%.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 27.03.2012!

Veröffentlicht am 10.12.14!

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