Abschied von St. Petersburg

usaAbschied von St. Petersburg (1995)
Originaltitel: Zoya

Regie: Richard A. Colla
Drehbuch: L. Virginia Browne
Produktion: Douglas S. Cramer, Darren Frankel, Dennis Hammer
Musik: William Goldstein
Kamera: Laszlo George
Darsteller: Melissa Gilbert, Bruce Boxleitner, Denise Alexander, Don Henderson, Zane Carney, Diana Rigg, u.v.a.
Dauer: 180 Minuten
Romanvorlage: „Abschied von St. Petersburg“ von Danielle Steel

B000JCF734Teil 1:

Zoya (Melissa Gilbert) lebt in Russland in der Aristokratie. Es mangelt ihr an nichts und ihre Eltern und ihr älterer Bruder behüten und beschützen sie. Zoya hat keine Ahnung von der rauhen Wirklichkeit, das die Armen im Land verhungern und die Reichen immer reicher werden.

Schließlich bricht die Revolution aus und vor Zoyas Augen wird ihre Familie exekutiert. Einzig ihre Großmutter Eugina (Diana Rigg) nimmt sie an sich und flieht mit ihr nach Paris.

In Paris stellen sie fest, das noch viele andere russische Aristokraten vor der Revulotion geflüchtet sind. Sie treffen am Bahnhoft zufällig Fürst Vladimir. Er kümmert sich rührend um Zoya und Eugina, besorgt ihnen eine Wohnung und stets zu Essen. Nach einiger Zeit, als sie sich in Paris eingelebt haben, bittet Eugina Zoya, Fürst Vladimir zu heiraten. Aber Zoya weigert sich. Sie möchte einen Mann heiraten, den sie liebt.

Als das Geld ausgeht, sucht Zoya sich Arbeit und kann im russischen Ballett tanzen. Ihre Großmutter ist empört darüber, vermag aber gegen ihre Enkelin auch nichts auszurichten. Als die Amerikaner in Paris einmarschieren, lernt Zoya den stattlichen Kaptain Clayton Andrews (Bruse Boxleitner) kennen. Sie verlieben sich und haben eine schöne Zeit. Doch Großmutter Eugina hat ihre Finger im Spiel und schafft es, das junge Glück zu zerstören.

Teil 2:

Zoya (Melissa Gilbert) steht nach dem Tod ihres Mannes Clayton Andrews (Bruce Boxleitner) mit ihren Kindern Nicki und Sasha allein. Clayton hatte zudem das gesamte Vermögen vorher verspekuliert und Zoya verliert nicht nur ihren Mann, sondern auch das Haus und das Vermögen.

Um sich und ihre Kinder zu versorgen, nimmt sie eine Arbeit in einer Tingle-Tangle-Bar an. Bei einem Brand, das in der Nacht ausbricht, verliert sie beinahe ihre Kinder und entschließt sich somit, eine Arbeit in einem Kaufhaus, im „Axelle“ anzunehmen. Dort beginnt sie eine unvergleichliche Karriere und steigt innerhalb weniger Jahre zur stellvertretenden Geschäftsleitung auf.

Als sie mit ihrer Chefin nach Paris fährt im Jahre 1938, um für’s „Axelle“ Mode und Kleider einzukaufen, lernt sie den smarten Gentleman Simon Hirsch (Philipp Casnoff) kennen. Sie verlieben sich und heiraten schnell. Simon Hirsch ist reich und beschenkt sie und ihre Kinder gleichermaßen. Doch die inzwischen große Tochter Sasha macht es Zoya nicht leicht.

Es wird auch nicht leichter, als Simon im Zweiten Weltkrieg fällt und nicht nur die Stiefkinder, sondern auch den Zögling Matthew und Zoya hinterläßt. Und wieder muss sich Zoya aufrappeln und ihr Leben in die Hand nehmen.

Mein Fazit:

Sehnsüchtig habe ich die DVD erwartet. Und schließlich habe ich sie eingelegt mit der frohen Hoffnung, einen wunderschönen Abend voller Magie und Zauber zu erleben. Und tatsächlich, dieser Film verzaubert den Zuschauer. Es ist sehr lange her, das ich das Buch dazu gelesen habe, aber als ich Melissa Gilbert gesehen habe mit ihrer langen roten Mähne, musste ich leise anerkennend durch die Zähne pfeiffend.
Es gibt einige kleine Abweichungen zum Buch, vermag jetzt aber auch nicht genau sagen, welche es sind, weil ich den Vergleich zum Buch nicht mehr richtig herstellen kann. Aber im großen und ganzen hat sich der Drehbuchautor an die Roman-Vorlage gehalten und man leidet und fühlt mit Zoya mit.

Wunderbarer Film zum Träumen und Entspannen!

Der zweite Teil dieses Films ist weitaus größer ausgeschmückt als es das Buch ist. Dennoch ist es wunderbar anzuschauen. Melissa Gilbert schafft es in jeder Sekunde des Films, die Rolle der Gräfin Zoya überzeugend zu spielen. Die Maske hat auch gute Arbeit geleistet, als sie Zoya natürlich älter werden lassen musste.
Leider gibt es keine wirkliche Quelle, welcher Schaupsieler welche Rolle übernommen hat. Es gibt nur die hautsächlichen Namen. Ich finde es sehr schade, denn ich fand z. B. auch den Sohn Nicki (Comeron Bancroft) sehr interessant.

Alles in allem ist es eine gelungene Verfilmung, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Für Danielle Steel – Fans ein Muss und ein -für mich zumindest- unbeschreibliches Vergnügen.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 12.04.2008.

Veröffentlicht am 24.08.15!

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