Der Pferdeflüsterer

Der Pferdeflüsterer (1998)
Originaltitel: The Horse Whisperer

B00004RYLWRegie: Robert Redford
Drehbuch: Richard LaGravenese, Eric Roth
Produktion: Robert Redford, Rachel Pfeffer, Patrick Markey
Musik: Thomas Newman
Kamera: Robert Richardson
Darsteller:Sam Neill, Chris Cooper, Robert Redford, Dianne Wiest, Scarlett Johansson, Kristin Scott Thomas, u.v.a.
Dauer: 170 Minuten
Romanvorlage: „Der Pferdeflüsterer“ von Nicholas Evans

Inhaltsangabe:

Die 14-jährige Grace (Scarlett Johannson) erleidet mit ihrer Freundin Judith einen folgenschweren Reitunfall. Judith überlebt diesen Unfall nicht und Grace verliert ein Teil ihres rechten Beines. Pilgrim, Grace‘ Pferd, ist seit dem Zwischenfall schwer verstört und läßt niemanden mehr an sich heran. Auch Grace zieht sich in eine Welt zurück und tatenlos müssen Annie und ihr Mann zusehen, wie Grace in ihre Trauer versinkt.

Grace Eltern sind stark in ihrem Berufsleben eingespannt und womöglich finden sie dadurch schwer Zugang zu Grace. Doch Annie (Kristin Scott Thomas) glaubt, das der Schlüssel in Pilgrim liegt, der eigentlich den Gnadenstoß bekommen soll. Annie versucht, Kontakt zu einem Pferdeflüsterer zu bekommen: Tom Booker (Robert Redford). Doch es ist schwierig, ihm über die vielen Meilen das Problem zu erklären. So macht sich Annie mit Grace und Pilgrim auf den Weg von New York nach Montana, um für ihre Tochter die letzte Chance zu sehen, das erlebte Unglück zu überwinden.

Grace wehrt sich zunächst mit Händen und Füßen gegen diese ungewöhnliche Therapie. Doch Tom Booker erkennt sofort, das gerade Grace es nötig hat, sich jemanden anzuvertrauen und so bezieht er sie in die Therapie mit ein. Nur langsam gelingt es dem Pferdeflüsterer, ihr und Pilgrims Vertrauen zu gewinnen und es gelingt ihm sogar, Annie dazu zu bringen, das Leben von einer anderen Seite zu sehen. Während Pilgrim und Grace allmählich in die Realität zurückkehren, entwickelt sich zwischen Annie und Tom Booker eine tiefe Liebe. Doch was wird mit Grace‘ Vater? Wie wird sich Tom Booker entscheiden?

Mein Fazit:

Eigentlich beinhaltet diese Geschichte zwei Stories, die sich einander wechseln in ihrer Priorität. Da ist Grace, die sehr unglücklich ist und eine unglaubliche Wut in sich spürt über den Vorfall, wo ihre Freundin gestorben ist. Die rebellische Art wurde von dem Mädchen sehr gut in Szene gesetzt, wobei ich der Meinung bin, das Robert Redford als Regisseur sein Bestes gegeben hat, um es aus dem Mädchen herauszuholen. Allgemein empfinde ich diesen Film als ein wahres Meisterwerk, sowohl von den Landschaftsaufnahmen als auch von der schauspielerischen Leistung. Die Story wird von vielen mißverstanden, denn es geht ja nicht in erster Linie um die Pferde, wie manche es gern glauben wollen. Nein, es geht um den Menschen, der in seiner einfachen Lebensweise die Menschen dazu bringen kann, über seinen eigenen Weg nachzudenken. Dabei kommt mir Tom Booker so unglaublich ehrlich und offen vor, obwohl er oft wortkarg erscheint. Es geht also um den Pferdeflüsterer Tom Booker, der in dem Pferd den Schlüssel zu den Problemen findet und dabei eine ganze Familie berühren kann. Ich für meinen Teil kann abschließend nur noch mal sagen, das dieser Film Unterhaltung pur ist und das Publikum in eine andere Welt entführt, wo noch ganz andere moralische Werte zählen. Ich freue mich auf das Buch, es ist schon so gut wie in meinen Händen.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 17.02.2008.

Veröffentlicht am 24.11.14!

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