Spy Game – Der finale Countdown

usaSpy Game – Der finale Countdown (2001)
Originaltitel: Spy Game

Regie: Tony Scott
Drehbuch: Michael Frost Beckner, David Arata
Produktion: Douglas Wick, Marc Abraham, Armyan Bernstein
Musik: Harry Gregson-Williams
Kamera: Daniel Mindel
Darsteller: Robert Redford, Brad Pitt, Catherine McCormack, Stephen Dillane, Marianne Jean-Baptiste, Larry Bryggman, u.v.a.
Dauer: 126 Minuten

B00006684DInhaltsangabe:

Tom Bishop (Brad Pitt) ist Agent des CIA und hat auf eigene Faust eine Operation gestartet, bei der er geschnappt wird. Er wollte die Elizabeth Hadley (Catherine McCormack) aus einem chinesischen Gefängnis retten. Während er gefoltert wird, sitzt die CIA-Führung in Washington zusammen, um zu beraten, wie sie weiter verfahren wollen. Sie haben nur 24 Stunden für eine Stellungnahme Zeit, danach wird Tom Bishop getötet, wenn von den Amerikanern kein Angebot kommt.

Allen voran wird Nathan Muir (Robert Redford) zur Sache gefragt, da er Tom Bishop seinerzeit rekrutiert und ausgebildet hat. Während Nathan über diverse gemeinsame Einsätze berichtet, läuft im Hintergrund eine Intrige – gegen Nathan. Aber er ist ein zu alter Fuchs (ist sein letzter Arbeitstag vor der Rente), um sich hinters Licht führen zu lassen.

Aber die Zeit drängt und Nathan muss alles an Spionage-Wissen aufbieten, um der Kommission Paroli bieten zu können.

Mein Fazit:

Robert Redford und Brad Pitt in einem Film – geht das? In diesem Film: Ja! Obwohl ich erst Bedenken hatte, ob das Staraufgebot den Film nicht kaputt machen könnte. Aber diesem Film tut es gut. Beide Darsteller sind überzeugend und brilliant in ihren Rollen. Brad Pitt steht seinem Kollegen in nichts nach und so entspinnt sich ein Film, der zwei Bereiche abdeckt: Die Vergangenheit und die Gegenwart. In der Vergangenheit wird von der Zusammenarbeitet berichtet, wie sie sich kennen lernten und Tom Bishop von seinem Mentor lernte, dabei aber auch eigene Wege gehen wollte.

In der Gegenwart ist eher das Machtspiel innerhalb des CIA. Nathan hat eigentlich schon sein Büro geräumt und denkt sicherlich an einen ruhigen letzten Arbeitstag. Doch kaum betritt er sein Büro, ist Charles Harker (toll gespielt von Stephen Dillane) zur Stelle und durchsucht unauffällig und diskret das Büro. Nathan ist alarmiert und als alter Hase im „Geschäft“ riecht er noch viel mehr als nur einen diplomatischen Zwischenfall. Es geht um Loyalität zu seinen eigenen Mitarbeitern und der Einstellung zur Behörde.

Der Film wird stark von den Dialogen beherrscht. Als Zuschauer muss man unheimlich aufpassen, denn ansonsten kann man schnell den Faden verlieren. Die Mimik der einzelnen Figuren tun ihr übriges dazu und so entsteht ein Thriller der ganz spannenden Art. Vieles ist Interpretations-Sache, einiges ist klar auf der Hand. Und dieser Film gibt Stoff für Diskussionen. Die geheimen Aktionen der Agenten schrecken zuweilen ab, aber das gehört dazu. Es wird sicherlich um einiges schlimmer gewesen sein.

Für mich ist der Film glaubhaft und zudem spannend. Es wird stetig ein Spannungsbogen gehalten oder gesteigert. Und die schauspielerische Leistung von Robert Redford und Brad Pitt tun ihr übriges dazu. Für mich ist der Film in jedem Fall 95% wert.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 16.09.2009.

Veröffentlicht am 04.11.15!

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