Alexander Stapper: Zwei Seiten einer Mauer

B019CSTGZ0Alexander Stapper: Zwei Seiten einer Mauer

erschienen 2015
Verlag: Books on Demand
Seitenanzahl: 348 Seiten
ISBN-10: 3739212071
ISBN-13: 978-3739212074

Inhaltsangabe:

Im Jahr 2033: Der Jugendliche Theo wächst in einer Stadt hinter einer sehr hohen Mauer auf. Wer innerhalb dieser Mauer lebt, der braucht nichts befürchten. Denn draußen leben die Infizierten, die nur den Tod bringen. Innerhalb der Mauern leben die Menschen in Frieden, aber entbehren einiger Dinge: z. B. Batterien und Glühlampen. Elektrische Geräte können aufgrund von Ersatz-Teil-Mangel nicht mehr repariert werden und Strom sowie Lebensmittel werden rationiert.

Während Theo mit seinen Freunden Pitz und Hanna eher gelangweilt zur Schule geht und somit auf ein hartes und entbehrungsreiches Leben innerhalb dieser Gemeinschaft vorbereitet wird, passieren unerklärliche Dinge. Eines spät abends, als sich Theo mit seinen Freunden in der Nähe der Mauer aufhält, fährt ein Transporter hinaus durch das Tor, das doch eigentlich nie geöffnet werden soll. Und woher haben sie das Benzin? Denn es gibt ja keines mehr.

Als Theo seinen Nachbarn Tom darum bittet, mal diskret nachzufragen, warum nachts Transporter durch das Tor fahren, verschwindet dieser plötzlich. Theo sieht sich trotz der Warnung seines Vaters gezwungen, den Dingen nachzugehen und kann zum ersten Mal in seinem Leben die Welt jenseits der Mauer entdecken.

Mein Fazit:

Eine spannende Geschichte, das man so erstmal nicht erwartet. Mein großer Dank geht an den Autor, der es mir durch das kostenlose Lese-Exemplar ermöglich hat zu lesen.

Das Cover wirkt dem Thema entsprechend, aber doch auf etwas kindliche Art. Und es beschreibt wunderbar eine Szene zum Anfang des Romans, wo Theo auf der Mauer sitzt und zwar über sein Fernweh grübelt, sich dennoch der Gefahren durch die Infizierten sehr wohl bewußt ist! Er hört sie, wie sie versuchen, die Mauer emporzuklettern. Aber das ist noch keinem gelungen. Zugegeben, diese Stelle erinnert mich doch sehr stark an den Film von „I am Legend“. Sei es drum …

Der Anfang war für mich etwas anstrengend durch die vielen Informationen, die dem Leser mitgeteilt werden. Theo lebt mit seinen Eltern in der Stadt, die namentlich nicht genannt wird, sich aber offensichtlich auf einem deutschsprachigen Boden befindet. Denn alle Namen sind durchweg deutschen Ursprungs. Es gibt auch kleine Rückblenden, was früher alles möglich war und wie eingeschränkt das Leben nun „nach dem Ausbruch“ ist. Eine Besonderheit, die mir aufgefallen ist: Theo hat seine Eltern mit Namen angesprochen, nie mit Kose-Namen.

Theo ist vom Leben eher gelangweilt und wünscht sich mehr Aufregung. Er ist heimlich in Hanna verliebt und sein Freund Pitz dient immer als Alibi, wenn er bis kurz vor der Ausgangs-Sperre auf der Mauer gesessen hat. Was sie dann eines Abends am Tor entdecken, verändert sein Leben auf dramatische und unverrückbare Weise.

Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen, Theos Welt wurde nicht zu sehr detailiert beschrieben, aber man konnte sich durchaus ein Bild davon machen, wie trostlos das Leben dort ist. Obwohl genug zu Essen vorhanden scheint, werden die Rationen noch mehr gekürzt. Und alle sind sie am Arbeiten, nicht nur in der ihnen zugewiesenen Tätigkeit, sondern noch darüber hinaus. Die Figuren haben gute Profile und besitzen eine gewisse Tiefe. Sie sind für mich greifbar, außer Hanna erscheint mir da etwas blass. Aber für die Geschichte ist es dies nicht weiter tragisch.

Der Spannungsbogen wird stetig aufgebaut und mündet in einem Finale, das mich kurz aufschrecken ließ. Ich hatte das so nicht erwartet. Noch ein großer Pluspunkt, für mich war die Geschichte kaum vorhersehbar! Und das Ende der Geschichte lässt darauf hoffen, das es womöglich noch eine Fortsetzung gibt.

Von mir bekommt die Geschichte volle fünf Punkte.

Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen!

Veröffentlicht am 25.01.16!

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