Andy Weir: Der Marsianer – Rettet Mark Watney

3453316916Andy Weir: Der Marsianer – Rettet Mark Watney

Originaltitel: The Martian (2014)
übersetzt von Jürgen Langowski
Verlag: Heyne Verlag
Seitenanzahl: 512 Seiten
ISBN-10: 3453316916
ISBN-13: 978-3453316911
Hier ist der Film rezensiert.

Inhaltsangabe:

Mark Watney ist allein auf dem Mars. Nach einem verheerenden Sturm verließ seine Crew den Mars in dem Glauben, er wäre tot. Doch viele glückliche Zufälle sorgten dafür, dass er den Sturm überlebte. Die Vorräte und die technische Ausrüstung sind jedoch nur für wenige Tage für insgesamt sechs Crew-Mitglieder ausgelegt. Und die nächste bemannte Mars-Mission, Ares 4, ist erst in vier Jahren geplant!

Die übrige Crew konnte sich auf die Hermes retten und befindet sich auf dem Heimweg zur Erde.

Ohne Möglichkeit zur Kommunikation mit der Nasa muss Mark sich das Überleben sichern, kann als ausgebildeter Botaniker Kartoffeln anbauen und kaputte Dinge reparieren, die für ihn lebenswichtig sind. Auf der Erde glaubt man ebenfalls, er wäre durch den Sturm verstorben, doch plötzlich bringen Sateliten-Bilder neue Erkenntnisse.

Mark Watney, die Nasa und die Hermes kämpfen verzweifelt darum, Mark Watney nach Hause zu holen!

Mein Fazit:

Den Film zu diesem Buch habe ich letztes Jahr im Oktober gesehen. Trotzdem wollte ich unbedingt das Buch dazu lesen und habe es mir auf der Leipziger Buchmesse gekauft. Und endlich ergab sich die Gelegenheit, gemeinsam mit der lieben Conny das Buch in der Leserunde zu lesen.

Der Erzähl-Stil ist dem eines Tagebuches ähnlich. Mark Watney erzählt seinem Log-Buch, was er alles tut, welche Überlegungen ihn treiben und welche Anstrengungen er aufbringen muss, um das Überleben für länger als nur ein paar Sol (Sol=Marstag) zu sichern. Er geht dabei stets methodisch und logisch vor. Allerdings hält ihn der ganze wissenschaftliche Kram nicht davon ab, das ganze auch mit einer gehörigen Portion Humor zu betrachten. Irgendwann werden die Geschehnisse bei der Nasa mit eingeblendet, welche Entdeckungen sie machen, wie sie sich anstrengen, Mark aus der Misere zu helfen.

Was sich hier ganz locker und leicht anhört, ist im Text mit vielen wissenschaftlichen Details und Berechnungen gespickt. Ich konnte dem nicht immer so ganz folgen und habe dabei das eine oder andere Mal die entsprechende Film-Sequenz vor meinem Augen gehabt – insofern ich mich noch erinnern konnte. Conny bemerkte auch die eine oder andere Verwechslung der Ausdrücke.

Die Geschichte ist äußerst spannend und witzig geschrieben, allerdings hätte ich mir das eine oder andere Mal etwas mehr persönliches Profil gewünscht. Ich als geneigte Leserin erfuhr sehr wenig über Marks Leben bzw. wie er z. B. Wissenschaftler wurde, ob er bestimmte Menschen vermisste oder welche Träume und Sehnsüchte er mal hatte. Dafür hätte es ruhig wenig technisch sein können.

Die 500 Seiten rauschen nur so an einem vorbei und ich war schlichtweg gefesselt. Wegen des mangelnden Profils gibt es nur 4 Sterne. Ansonsten ist es unbedingt zu empfehlen.

Veröffentlicht am 24.04.16!

 

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