Im Feuer

Im Feuer (2004)
Originaltitel: Ladder 49

Regie: Jay Russell
Drehbuch: Lewis Colick
Produktion: Casey Silver, Chris Salvaterra, Armyan Bernstein
Musik: William Ross
Kamera: James L. Carter
Darsteller: Joaquin Phoenix, John Travolta, Jacinda Barrett, Billy Burke, Morris Chestnut, Robert Patrick, u.v.a.
Dauer: 115 Minuten

Inhaltsangabe:

Jack Morrison (Joaquin Phoenix) bekämpft mit seiner Einheit 49 und vielen anderen ein Feuer in einem 20stöckigen Hochhaus. Durch eine Explosion wird er in diesem Hochhaus eingeschlossen und während seine Kameraden um sein Leben kämpfen, besinnt er sich auf sein bisheriges Leben:

Jack kommt als junger Anwärter zur Einheit 49, dessen Captain Mike Kennedy (John Travolta) ist. Sofort wird er von den dortigen Kameraden herzlich aufgenommen und kann sogar eine Freundschaft zu Dennis Gauquin (Billy Burke) aufbauen. Jack lernt dort alles, was er braucht, um Feuer bekämpfen und Leben retten zu können.

Dennis ist es auch zu verdanken, das Jack seine Frau Linda (Jacinda Barrett) kennen lernt, sie heiratet und gemeinsam Kinder bekommen. Alles ist ok, bis Dennis während eines Einsatzes stirbt. Von da an beginnt Jack seine Hingabe zum Beruf und seine Leidenschaft in Frage zu stellen, letztendlich auch, da Linda sich große Sorgen um ihren Mann macht.

Doch immer wieder schafft es seine Einheit, ihn auf den richtigen Kurs zu bringen …

Mein Fazit:

„Im Feuer“ ist wieder mal ein Film, der ans Herz geht. Natürlich ist dieser Film nach „Backdraft“ nichts Neues, aber dennoch ein Film, der die Realität zeigt. Es zeigt ja nicht nur ein Film voller Action und Spannung (Feuer ist ein wahrhaft zerstörerisches Natur-Element), sondern auch die Menschen dahinter, die verletzt oder gar getötet werden. Es wird eindringlich dargestellt, wie sehr diese Männer ihre Leben riskieren, nur um andere zu retten. Auch wenn dieser Film sicher in der einen oder anderen Szene der Wahrheit ein bißchen auf die Sprünge geholfen hat, so ist dieser Beruf in der Realität tatsächlich gefährlich und bedrohlich. So ist auch die Sorge der Ehefrau und der Kinder durchaus berechtigt und richtig. Obwohl Jack Morrison im Kampf gegen das Feuer nahezu heroischen Mut beweist, so kapituliert er vor seiner eigenen Courage, einen verletzten Kameraden im Krankenhaus zu besuchen. Zwar weiß er, das der Job gefährlich ist, doch er will es nicht ansich heran lassen, geschweige denn daran denken, das er auch mal sterben könnte im Einsatz.

Joaquin Phoenix hat in diesem Film eine starke Figur gemacht, sich sogar von John Travolta nicht einnehmen lassen. Auf der ganzen Linie zeigt er Präsenz, ehrlich und intensiv. Zwar mag der Film am Ende ein wenig ins Kitschige abdriften, aber dennoch gehört es dazu und die Amerikaner sind ja für solche patriotischen Rituale bekannt.

90% für einen überaus berührenden und sehenswerten Film.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 11.01.2010!

Veröffentlicht am 17.02.17!

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