Patti Callahan Henry: Frühlingslicht

Patti Callahan Henry: Frühlingslicht

Originaltitel: When light breaks (2006)
übersetzt von Sabine Schulte
Verlag: Bastei Lübbe
Seitenanzahl: 304 Seiten
ISBN-10: 3404163958
ISBN-13: 978-3404163953

Inhaltsangabe:

Kara Larson stammt aus einer alteingesessenen Familie in Palmetto Pointe. Und sie steht kurz vor der Hochzeit mit dem Profi-Golfer Payton Ellers, als sie die hochbetagte Maeve Mahoney in einem Altenheim kennenlernt. Eigentlich hat sie gar keine Zeit, neben der Organisation für ihre Hochzeit und dem ersten Golf-Turnier in Palmetto Pointe noch die Dame zu besuchen.

Maeve stammt ursprünglich aus Irland und beginnt ziemlich unverblümt von ihrer großen Liebe Richard zu erzählen. Das erinnert Kara daran, dass sie ebenfalls vor langer Zeit einen unbeschwerten Sommer erlebt hatte, mit Jack Sullivan. Doch nach einem tragischen Vorfall verließ er mit seiner Familie fluchtartig die Stadt.

Maeves Erzählungen bringen Kara ins Grübeln und stellt ihr Leben mehr und mehr auf Kopf.

Mein Fazit:

Als ich vor ein paar Wochen durch die Bibliothek streifte und dieses Buch entdeckte, dachte ich, wäre es ja mal eine schöne Geschichte für zwischendurch. Das Cover ist denen der Nicholas Sparks-Büchern doch recht ähnlich und die Handlung spielt ebenfalls in den Südstaaten der USA. Ich dachte, da könnte man ja nichts Falsch machen. Leider wurde ich enttäuscht.

Kara erzählt ihr Leben aus ihrer Sicht, wie sie einen anstrengenden Job als Managerin des Golfclubs hat, sich um den häuslichen Frieden im Elternhaus bemüht und nebenbei noch eine Hochzeit organisiert. Eigentlich hat sie gar keine Zeit für die Besuche bei Maeve Mahoney, doch sie fühlt sich den Verpflichtungen, die ihr Familienname mitsich bringt, verbunden. Ihre Familie ist schon lange in Palmetto Pointe verwurzelt und sehr angesehen. Tief in ihrem Innern trauert sie noch um die Mutter, die verstarb, als Kara neun Jahre alt war. Auch wenn sie es schwer zugibt, trauert sie ebenfalls um ihre erste Liebe Jack Sullivan, der Palmetto Pointe verließ, als sie 14 war.

Maeve Mahoney erzählt von ihrer ersten großen Liebe Richard, den sie noch in einem kleinen Fischerdorf in Irland kannte. Doch sie hat nie erfahren, was aus ihm geworden ist. Kara berührt die Geschichte sehr und beginnt langsam, ihr eigenes Leben zu hinterfragen. Auch ihr Verlobter Payton Ellers bemerkt die Veränderungen.

Nun, wie soll ich beginnen? Das positive möchte ich gleich vorweg nehmen: Die Autorin hat eine wirklich schöne bildliche Sprache und Erzählweise. Die Beschreibungen von Palmetto Pointe und dem Meer haben mir ausgesprochen gut gefallen. Der Südstaaten-Charme kam sehr gut bei mir an.

Doch das war es auch schon. Mich konnten die Protagonisten kaum berühren. Kara war für mich nicht immer greifbar und ihre Handlungen kamen zuweilen völlig unerwartet und auch nicht immer nachvollziehbar! Da fehlte einfach die Tiefe, um die Veränderungen in ihr spüren zu können. Der Verlobte war mir von Anfang an ziemlich unsympathisch und die Zeit, die Kara mit Maeve verbrachte, kam mir eindeutig zu kurz vor, um so tiefgründige Gespräche zu führen. Es fehlte einfach eine gewisse Tiefgründigkeit der Personen, sonst hätte mich die Geschichte wirklich packen können. Und ziemlich bald weiß man als Leserin dann auch, wohin es führt. Die Vorhersehbarkeit hat mir leider dann den letzten Rest Lese-Vergnügen genommen, so dass ich mich zum Schluss wirklich durchquälte und froh war, es geschafft zu haben.

Nein, dieses Buch ist mir einfach zu oberflächlich und die Figuren nicht wirklich greifbar gewesen. Trotz der wunderschönen Beschreibung der Landschaft kann ich dem nur drei Sterne geben.

Veröffentlicht am 08.06.17!

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