Der Knochenjäger

Der Knochenjäger (1999)
Originaltitel: The Bone Collector

Regie: Phillip Noyce
Drehbuch: Jeremy Iacone
Produktion: Dan Jinks, Michael Scott Bregman, Martin Bregman
Musik: Craig Armstrong
Kamera: Dean Semler
Darsteller: Angelina Jolie, Queen Latifah, Luis Guzmán, Mike McGlone, Michael Rooker, Denzel Washington, u.v.a.
Dauer: 1:58 Stunden
Romanvorlage: „Der Knochenjäger“ von Jeffrey Deaver

Inhaltsangabe:

Lincoln Rhyme (Denzel Washington) hat eigentlich gerade seinen eigenen Tod arrangiert. Seit einem verhängnisvollen Unfall vor vier Jahren ist er ans Bett gefesselt und vom Hals an gelähmt. Nur noch seine Finger und den Kopf kann er zuweilen noch bewegen. Aufopferungsvoll und mütterlich wird er von der Krankenschwester Thelma (Queen Latifah) gepflegt.

Doch dann wird sein Talent als Polizist wieder gefragt. Lincoln hat viele Bücher über Polizeiarbeit geschrieben, überall auf der Welt doziert und privat immer wieder Spuren gesammelt und Datenbanken angelegt. Die Streifenpolizistin Amelia Donaghy (Angelina Jolie) wird zu einem Tatort gerufen und instinktiv sichert sie die Spuren, ehe das kriminaltechnische Team eintrifft. Es wird die männliche Leiche eines vermißten Geschäftsmannes gefunden und eine sechs-Kant-Schraube und ein Zettel. Seine Frau wird ebenso vermißt, aber diese ist nirgends zu entdecken.

Detective Paulie Sellitto (Ed O’Neill) geht mit den Unterlagen zu seinem Freund und ehemaligen Kollegen Lincoln und er zitiert Amelia zu sich. Lincs Instinkte werden wieder geweckt, obwohl ihm die junge Polizistin mit ihrer störrischen Art ziemlich zu schaffen macht. Aber er schreckt vor keiner Herausforderung zurück und so begeben sie sich gemeinsam auf Spuren-Suche, als sie den vermeintlichen Tatort des nächsten Mordes ermitteln. Aber auch hier kommen sie wieder zu spät.

Immer enger arbeiten Amelia und Lincoln zusammen, trotz aller Widerstände beginnen sie einander zu vertrauen. Was bezweckt der Mörder? Was haben die Spuren, die sie finden, noch gemeinsam?

Mein Fazit:

Dieser Film ist wahrlich gelungen. Denzel Washington schafft es selbst in einer so passiven Rolle zu glänzen. Zugegeben, sein Lächeln ist ja auch überaus charmant und gewinnend.

Die Geschichte wird langsam aufgebaut, die Tathergänge sind einleuchtend und glaubhaft, wenngleich auch brutal. Und tatsächlich kann man bis zum Schluss einfach nicht erahnen, wer der wahre Mörder ist. In der heutigen Zeit, wo schon so viele Krimis gedreht und gezeigt wurden, gar nicht mehr so einfach.

Angelina Jolie hat mich am Anfang als Zickchen gar nicht so überzeugt. Ich hatte das Gefühl, das sie erst in die Figur eintauchen mußte. Im Laufe des Films wurde es jedoch immer besser und ich habe ihr die Rolle der Polizistin ohne weiteres abgenommen. Ed O’Neill fand ich auch ganz erfrischend. Er hat mir wesentlich besser gefallen als Al Bundy!

Alles in allem ein Film, den man sich immer wieder ansehen kann und man findet immer noch Dinge, die man vorher nicht bemerkt hat.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 21.09.2007.

Veröffentlicht am 12.07.17!

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