Das schwarze Buch

Das schwarze Buch (2006)
Originaltitel: Zwartboek

Regie: Paul Verhoeven
Drehbuch: Paul Verhoeven, Gerard Soeteman
Produktion: Graham Begg, Jeroen Beker, Jeremy Burdek
Musik: Anne Dudley
Kamera: Karl Walter Lindenlaub
Darsteller: Carice van Houten, Sebastian Koch, Thom Hoffman, Halina Reijn, Derek de Lint, Waldemar Kobus, u.v.a.
Dauer: 145 Minuten

Inhaltsangabe:

Niederlande, 1944: Die junge und überaus attraktive Jüdin Rachel Steinn (Carice van Houten) sieht nur noch eine Chance zum Überleben, mit ihren Eltern hinaus aus den Niederlanden. Doch während sie flüchten, werden sie von einer deutschen Patrouille abgefangen, erschossen und ausgeraubt. Alle sind tod, nur Rachel überlebt wie durch ein Wunder.

Rachel hat nichts mehr zu verlieren und schließt sich dem niederländischen Widerstand als Ellis de Fries an. Als eine Aktion bei der SS auffliegt, werden einige ihrer Verbündeten gefangen genommen. Um eine Befreiungsaktion zu begünstigen, freundet sich Ellis mit dem deutschen Offizier Müntze (Sebastian Koch) an und bekommt eine Stelle in seiner Schreibstube. Aus anfänglicher Skepsis wird Zuneigung und Müntze verliebt sich in die schöne junge Frau.

Doch die Widerstandskämpfer wurden verraten. Bei der Befreiungsaktion wurden fast alle erschossen, nur zwei haben das Massaker überlebt. Für Ellies beginnt ein Spießrutenlauf, denn die Gruppe glaubt, das sie aus Liebe zu Müntze den Tipp gegeben hat. Als Müntze selbst wegen Hochverrats in Gewahrsam genommen wird, weiß Ellis, das sie nun schnell handeln muss und nebenbei auch noch herausfinden muss, wer der SS den Tipp gegeben hat.

Mein Fazit:

Dieser Film sucht seines Gleichen. Zwar ist dieser Film eine internationale Produktion von Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden, aber er ist durchaus Hollywoodreif.

Mich beeindruckte vor allen Dingen die packende Geschichte. Manchmal war die Spannung spürbar und zum Greifen nah. Schon als die Juden flüchteten und zusammengekauert auf einem Boot saßen, wußte man sofort, da stimmt was nicht. Und auch im weiteren Verlauf gibt es immer wieder Szenen, wo man nicht genau weiß, wo es hinführt, aber spürt, das etwas nicht stimmt. Und wer tatsächlich der „Maulwurf“ war, bleibt bis zum Schluss dem Zuschauer verborgen, und dennoch ist es logisch.

Der Film beruht auf der wahren Geschichte der Ellis de Fries, die ihre gesamte Familie verlor und sich dann dem Widerstand anschloss. Carice van Houten hat ganz toll die Ellis gespielt und mich dabei auch bezaubert. Sie hat die Figur sowohl sehr sensibel als auch unnachgiebig dargestellt. Sebastian Koch als SS-Offizier hat ebenfalls eine sehr gute Figur gemacht. Die Rolle war sicher nicht einfach, zumal die Figur recht zwiegespalten war. Einerseits verichtete er treu seinen Dienst, andererseits hasste er unnötige Gewalt (vor allen Dingen bei den Widerstandskämpfern). Aber auch alle anderen Schauspieler haben toll ihre Rollen gespielt und zusammen mit der Kulisse und den Kostümen ist dieser Film ein echtes Film-Highlight.

Von mir bekommt er 95% und ich würde ihn jederzeit wieder ansehen.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 18.04.2010.

Veröffentlicht am 06.11.17!

image_pdf

Einen Penny für Ihre Gedanken ...