Der englische Patient

Der englische Patient (1996)
Originaltitel: The English Patient

Regie: Anthony Minghella
Drehbuch: Anthony Minghella
Produktion: Steve E. Andrews, Scott Greenstein, Alessandro von Norman
Musik: Gabriel Yared
Kamera: John Seale
Darsteller: Willem Dafoe, Colin Firth, Ralph Fiennes, Juliette Binoche, Kristin Scott Thomas, Naveen Andrews, u.v.a.
Dauer: 162 Minuten
Romanvorlage: „Der englische Patient“ von Michael Ondaatje

Inhaltsangabe:

Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges bring die Krankenschwester Hana (Juliette Binoche) einen Patienten in eine italienische Klosterruine. Der Patient Almásy (Ralph Fiennes) leidet neben den schweren Verbrennungen am Körper auch an Gedächtnis-Verlust.

Durch Hanas liebevolle Pflege jedoch beginnt er sich allmählich zu erinnern und erzählt die Geschichte mit seiner großen Liebe Katharine Clifton (Kristin Scott Thomas). Katharine lernt vor Kriegsbeginn in Afrika kennen. Ihr Mann Geoffrey (Colin Firth) ist ein englischer Spion, der von Nord-Afrika Luftkarten für die Regierung anfertigen soll, während Almásy gerade auf einer Expedition war.

Katharine und Almásy beginnen eine leidenschaftliche Affäre. Doch der Krieg ändert die Situation grundlegend und das Verhängnis nimmt seinen Lauf.

Mein Fazit:

Ich habe den Film vor Jahren schon mal gesehen und hatte ihn eigentlich in guter Erinnerung.

Doch jetzt beim zweiten Mal ist irgendwie der Pepp raus. Die Zeitsprünge zwischen der Gegenwart und Vergangenheit sind zwar meines Erachtens nach gut in Szene gesetzt, aber man kann nicht sofort immer die Zusammenhänge erkennen. Juliette Binoche hat die engagierte Krankenschwester gespielt, die sich in einer halbzerbombten Ruine mit ihm zurück zieht und ihn pflegt. Sie ist jung, idealistisch und voller Tatendrang. Dennoch leidet sie unter der Einsamkeit und freut sich, das ein paar Soldaten ihnen bald Gesellschaft leisten. Allen voran Caravaggio (Willem Dafoe), der offensichtlich weiß, wer der englische Patient ist und ihn für vieles verantwortlich machen will. Eine kurze Rückblende erklärt zwar die Hand-Verletzungen, aber was Almásy damit zu tun hat, wird noch nicht klar.

Insgesamt gesehen kam ich einfach nicht in die Geschichte rein, es langweilte mich und ich habe nach 90 Minuten das Gerät abgeschaltet. Selten mache ich das, aber dafür war mir die Zeit einfach zu schade. Es zog sich für mich wie Kaugummi und obwohl es einen gewissen roten Faden gab, wollte ich das Ende einfach nicht erfahren.

Zugestehen muss ich allerdings, das die Darsteller alle eine saubere Leistung abgeliefert haben und der Regisseur das Afrika der damaligen Zeit sehr gut in Szene gesetzt hat. Auf tolle Kostüme und Kulisse wurde sehr viel Wert gelegt und das macht den Film auch aus. Aber ansonsten wird es für mich kein Wiedersehen mit dem englischen Patienten geben. Von mir bekommt er 75%.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 05.02.2010!

Veröffentlicht am 08.11.17!

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