Wie durch ein Wunder

Wie durch ein Wunder (2010)
Originaltitel: Charlie St. Cloud

Regie: Burr Steers
Drehbuch: Craig Pearce, Lewis Colick
Produktion: Jared LeBoff, Marc Platt, Ben Sherwood
Musik: Rolfe Kent
Kamera: Enrique Chediak
Darsteller: Zac Efron, Charlie Tahan, Amanda Crew, Augustus Prew, Donal Logue, Kim Basinger
Dauer: 99 Minuten
Romanvorlage: „Wie durch ein Wunder“ von Ben Sherwood

Inhaltsangabe:

Charlie St. Cloud (Zac Efron) und sein kleiner Bruder Sam (Charlie Tahan) sind ein echtes Team. Sie gewinnen eine Segel-Regatta und Charlie kann sich so ein Sport-Stipendium sichern. Für Sam ist Charlie alles, seit der Vater die Familie verlassen hat.

Doch dann passiert das Unfassbare: Sam stirbt bei einem Auto-Unfall, Charlie kann durch Reanimation zurückgeholt werden. Doch das Leben ist nicht mehr wie es vorher war! Charlie sieht Sam auf dem Friedhof, als die Beerdigung stattfindet. Das ist zu viel für den jungen Mann und er rennt in den Wald. Dort verspricht er Sam, dass sie sich jeden Tag bei Sonnenuntergang zum Baseball-Training sehen.

Fünf Jahre später: Charlie lebt in einer kleinen Hütte in der Nähe des Friedhofs und er ist für die Pflege der Anlage verantwortlich. So begegnen ihm immer wieder Menschen, die auf ihrer Reise ins Licht kurz Zwischenstopp machen. Freunde und Familie haben sich von ihm abgewendet, einzig Alistair Wooley (Augustus Prew) hält zu ihm. Jeden Abend zum Sonnenuntergang trifft er sich mit Sams Geist im Wald und spielt mit ihm Baseball.

Eines Tages lernt Charlie die junge Seglerin Tess Carroll (Amanda Crew) kennen. Gerade ist ihr Vater verstorben und sie regt sich über das vernachlässigte Grab auf. Sie plant eine Testfahrt mit ihrem neuen Boot, welches Charlie ziemlich beeindruckt. Er findet Gefallen an der jungen Frau, nichts ahnend, dass sie seine schwerste Entscheidung heraufbeschwört.

Mein Fazit:

Obwohl ich seine Anfänge in Hollywood überhaupt nicht verfolgt habe (mir ist aber durchaus bekannt, dass er seit jeher ein begehrter Teenie-Star war/ ist), war Zac Efron mir immer ein sympathischer Darsteller. Auch finde ich sein schauspielerisches Talent sehr ansprechend.

Sowohl die Hauptfigur als auch der Plot haben mich neugierig auf diesen Film gemacht, der sicherlich nicht jedermanns Sache ist. Aber ich war von Anfang an ziemlich gefangen von der Geschichte. Vielleicht denkt der eine oder andere, es ist eine Liebesgeschichte. Die Liebesgeschichte spielt eine untergeordnete Rolle. Mehr geht es um die starke Verbundenheit zur Familie, zum kleinen Bruder, der leider nicht weiterleben durfte. Charlie, grandios von Zac Efron gespielt, zweifelt Gottes Plan an. Warum musste sein kleiner Bruder sterben und er bekam noch mal eine Chance? Die Antwort auf diese Frage musste er sich hart erkämpfen und über einen ziemlich großen Schatten springen.

Es gibt auch ein Hauch von Mystic, schließlich kann Charlie die Verstorbenen sehen, die noch nicht ins Licht gegangen sind (Ghost Whisperer lässt grüßen). Und genau diese Gabe macht diesen Film aus, überraschende Wendungen inbegriffen! Wenn ich mehr erzähle, würde ich spoilern.

Mich hat der Film von der ersten Minute an mitgenommen und tief berührt. Schon allein die Szene im Krankenwagen, als Charlie austickte, weil sein kleiner Bruder in Griffnähe tot auf einer Liege lag. Wer da nicht feuchte Augen bekommt, hat kein Herz! Aber auch viele andere Szenen konnten mich überzeugen und mitnehmen, auf eine wundersame Reise nach der Frage von Schuld, Vergebung und Loslassen. Die Nebencharaktere verblassen ein bisschen neben Zac Efron, er hat eine starke Leinwandpräsenz und überstrahlt sie alle. Ich denke, wir werden noch einige interessante Filme mit ihm sehen.

Wer Nicholas Sparks-Filme liebt, der wird auch diesen Film lieben. Von mir bekommt der Film 90%!

Veröffentlicht am 14.01.18!

image_pdf

Einen Penny für Ihre Gedanken ...