World Trade Center

World Trade Center (2006)

 

Regie: Oliver Stone
Drehbuch: Andrea Berloff
Produktion: Moritz Borman, Chantal Feghali, Norman Golightly
Musik: Craig Armstrong
Kamera: Seamus McGarvey
Darsteller: Nicolas Cage, Michael Peña, Maggie Gyllenhaal, Maria Bello, Connor Paolo, Anthony Piccininni, u.v.a.
Dauer: 129 Minuten
Romanvorlage: Buchvorlage unbekannt von John McLoughlin

Inhaltsangabe:

Für die Port-Authority-Polizisten John McLoughlin (Nicolas Cage) und William J. Jimeno (Michael Peña) beginnt der 11. September 2001 wie jeder Tag in New York.

Doch schon sehr schnell kommt der Alarm, das ein Flugzeug in einen der Zwillingstürme reingerast ist. Sofort machen sie sich mit ein paar Kollegen auf den Weg, um das Gebäude zu evakuieren. Doch nur ein paar Minuten später rast ein weiteres Flugzeug in das andere Gebäude hinein. Die Polizisten können es nicht glauben und eilen schnell zur Hilfe.

Als sie gerade zwischen den beiden Gebäuden in einer Ladenpassage waren, stürzen die Türme ein und die Polizisten werden unter dem ganzen Schutt begraben. Es beginnt ein Kampf ums Überleben, um Träume, Wünsche und Sehnsüchte. Während John und Will auf Hilfe hoffen, kämpfen die Frauen zu Hause um Fassung, um Verständnis und Anteilnahme.

Mein Fazit:

Oliver Stone hat einen sehr bewegenden Film gemacht. Was mich von Anfang an beeindruckte, war, das der gesamte Film aus der Sicht der Menschen ist, die direkt vor Ort waren. Gelegentlich gibt es Szenen, wie der Terror-Anschlag in den Medien verarbeitet wird. Aber es wird eher die Geschichte von John und Will erzählt.

John hat vier Kinder und liebt Donna (Maria Bello), obwohl er spürt, das seine Ehe unter keinem glücklichen Stern steht. Dennoch denkt er immer wieder an sie und zieht daraus Kraft, um an ein Wunder zu glauben. Will ist mit Allison Jimeno (Maggie Gyllenhaal) verheiratet und sie erwartet das zweite Baby. Gern erinnert er sich immer wieder daran zurück, wie er sich liebevoll mit seiner Frau um den Namen des zweiten Babys gestritten hat und das rettet ihn vor dem nahezu sicheren Tod.

Ohne Kitsch und ohne überladene Emotionen geht der Film unter die Haut, macht dem Zuschauer begreiflich, das nicht nur zwei große Gebäude zusammen gekracht sind, sondern auch unzählige Menschen zu Tode gekommen sind. Ehrlich und erschütternd nimmt Oliver Stone die Geschehnisse ins Visier. Die verzweifelten Polizisten, die nach Kollegen suchen, die Feuerwehrleute, die andere Feuerwehrleute vermissten. Immer wieder blutüberströmte Menschen und verzweifelte wie bis ins Mark erschütterte Gesichter.

Auch heute noch schnürrt sich mir der Gedanke an diesen Terror-Anschlag der Hals zu, auch wenn ich inzwischen Zweifel habe, wer die Drahtzieher des Anschlags sind. Aber das steht in diesem Film nicht zur Diskussion. Für dieses beklemmende Werk gebe ich gerne 95%.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom 16.12.2009!

Veröffentlicht am 09.02.18!

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